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Frankenberger: "Wir haben die Zeit sinnvoll genutzt"

Cheftrainer Nachwuchs blickt zurück auf das Jahr 2020

Nachwuchs 15.12.2020, 16:52

Ein ungewöhnliches Jahr neigt sich dem Ende zu: Durch die Ausbreitung der COVID-19-Pandemie war ein normaler Spielbetrieb im Nachwuchs nur bedingt möglich. Und doch gab es auch in diesem Jahr einige erfreuliche Nachrichten. Cheftrainer Alexander Frankenberger blickt zurück auf die Entwicklungen in der Nachwuchsarbeit des FCA.

Das Jahr 2020 war geprägt von der COVID-19-Pandemie, die auch den Trainings- und Spielbetrieb am Nachwuchsleistungszentrum massiv eingeschränkt hat. Wie hast du diese Zeit erlebt?
Das war ein Jahr voller Herausforderungen. Wir konnten diese Herausforderungen als Verein gut meistern und haben stets den Schutz und die Gesundheit aller unserer Spieler und Mitarbeiter in den Vordergrund gestellt. Trotz allem sind wir unserem Auftrag, die Jungs bestmöglich auszubilden, durch Cybertraining, kreative Challenges über soziale Medien oder auch durch das Kleingruppentraining, als es wieder erlaubt war, in allen Altersbereichen nachgekommen. Es sind auch neue Ideen entstanden, um uns weiter zu verbessern. Wir konnten das Beste daraus machen.

Die spielfreie Zeit wurde auch für verschiedene Projekte genutzt. Wie sahen diese im Detail aus?
In der ersten Lockdown-Phase haben wir die Projektarbeit gestartet. Diese haben wir extrem angeschoben, um somit einen Mehrwert für die fußballerische Ausbildung der Jungs zu schaffen. Konkret ging es etwa um die Weiterentwicklung im Spiel mit dem Ball, Defensivverhalten, Kopfballspiel, Eins-gegen-Eins. Dazu haben wir einen roten Faden für Standardsituationen entwickelt. Alle Mitarbeiter haben in dieser nicht einfachen Zeit hervorragend daran gearbeitet. Als wir im Sommer und Herbst wieder mit allen Mannschaften Spiele bestreiten durften, haben wir diese Konzepte in der Praxis umgesetzt. Wir haben die Zeit sinnvoll genutzt und sind nun konzeptionell auf einem höherem Niveau.

Nach dem ersten Lockdown im März wurde der Spiel- und Trainingsbetrieb unterbrochen, dann schrittweise wieder hochgefahren. In der Saison 2020/2021 wurden nur wenige Spiele absolviert, bevor im November der zweite Lockdown kam. Wie haben die Spieler und Mitarbeiter des Nachwuchsleistungszentrums diese Phase angenommen?
Ich möchte ein riesen Lob an alle Spieler und Mitarbeiter aussprechen. Jeder Einzelne hat immer versucht, eine Chance in dieser Phase zu sehen und ist extrem positiv mit den Gegebenheiten umgegangen, obwohl es eine extrem hohe Belastung war. Alle haben sich sehr strikt an die Hygienemaßnahmen gehalten, um sich, aber auch andere zu schützen. Das muss weiterhin so funktionieren, damit wir wieder in den Normalbetrieb zurückkehren können.

Die Hauptaufgabe des Nachwuchsleistungszentrums ist es, Spieler für den Profibereich auszubilden. Und da gab es zuletzt einige erfreuliche Nachrichten: David Deger spielte 90 Minuten im Testspiel der Profis gegen den Karlsruher SC, dazu waren mit Lukas Petkov, Tim Civeja, Dion Berisha und Seonghoon Cheon zuletzt vier Spieler aus dem Nachwuchs im Bundesliga-Kader. Wie siehst Du diese Entwicklung?
Wir haben hochtalentierte Spieler bei uns im Nachwuchs. Es ist jedoch die größte Herausforderung, diese Jungs in den Profibereich einzugliedern. Ich sehe uns in diesem Bereich gut aufgestellt. Es ist schön, wenn die eben aufgezählten Jungs im Bundesliga-Kader sind, aber damit ist unser Ziel noch nicht erreicht. Die Jungs haben Qualität. Manchmal muss man sie einfach ins Wasser werfen – sie werden sich schon freischwimmen.

Wie fällt Dein sportliches Fazit des Jahres 2020 aus?
Wir hatten relativ wenige Spiele. Deshalb ist es schwierig, hier ein Fazit zu ziehen. Wenn ich unsere Gesamtentwicklung im Nachwuchs über die letzte Jahre betrachte, haben wir es geschafft, uns  stetig weiterzuentwickeln. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Es befinden sich in unseren U-Teams zahlreiche Talente, denen der Sprung in den Profibereich in den nächsten Jahren zuzutrauen ist. Weiterhin hat sich unser Trainerstab über die letzten Jahre gefestigt und qualitativ weiterentwickelt. Nahezu alle Trainer sind bereits seit mehreren Jahren fester Bestandteil des Nachwuchsleistungszentrums. Man sollte nicht den Fehler machen, eine sportliche Entwicklung im Jugendfußball nur auf einzelne Ergebnisse zu reduzieren – was gleichwohl nicht bedeutet, dass wir nicht in jedem Spiel alles dafür tun, um es zu gewinnen.

Was sind deine Erwartungen für das Jahr 2021?
Das Thema Corona wird uns über einen längeren Zeitraum begleiten. Es ist klar, dass eine Pandemie nicht von heute auf morgen verschwindet. Die nächsten Monate werden ein Kraftakt. Ich bin zuversichtlich, dass wir dies zusammen meistern und hoffe, dass wir bald wieder Wettkämpfe bestreiten dürfen. Wettkämpfe sind das Salz in der Suppe. Die Durchführung sollte aber vertretbar und vernünftig sein, denn Fußball ist nicht alles. Im Vordergrund steht die Gesundheit der Menschen. Wir haben eine Verantwortung, der wir uns bewusst sind. Dem wollen wir gerecht werden.

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