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Mit dem Sieg gegen Garching kam die Wende

Der Ball ruht - Zwischenfazit der U23 in der Regionalliga Bayern

Nachwuchs 14.04.2020, 10:59

Am Nachwuchsleistungszentrum des FC Augsburg ruht momentan der Ball. Der Spielbetrieb der Juniorenmannschaften ist vorerst eingestellt, die Spieler halten sich zuhause fit. Das gilt auch für die U23, die in diesem Jahr erst ein Pflichtspiel bestreiten konnte, bevor das Coronavirus für die Unterbrechung der Saison sorgte. Doch bislang kann sich die Bilanz der Mannschaft von Trainer Sepp Steinberger sehen lassen: Nach 23 Spieltagen der Regionalliga Bayern steht der FCA-Nachwuchs auf Platz zehn.

Trainer Sepp Steinberger hat in der aktuellen Saison drei Phasen seiner Mannschaft festgestellt: Die gelungene Vorbereitung sowie die ersten beiden Spiele mit der Ausbeute von sechs Punkten, dann eine lange Serie aus 13 Spielen, von denen nur eines gewonnen werden konnte, sowie zuletzt acht Spiele in Folge ohne Niederlage.

Tatsächlich begann die Saison mit dem 3:1 beim TSV Buchbach im Juli letzten Jahres optimal, eine Woche darauf legte die U23 direkt nach und besiegte den TSV Rosenheim auf heimischem Boden 1:0. Gegen den 1. FC Nürnberg II im nächsten Spiel ging Steinbergers Mannschaft zunächst 1:0 in Führung, musste sich am Ende aber 2:4 geschlagen geben. „Wir haben uns die gesamte Spieldistanz auf Augenhöhe präsentiert“, resümierte Steinberger damals, der in den folgenden Wochen ein Muster bei seiner Mannschaft erkennen musste: Die Leistung stimmte, doch das Ergebnis nicht.

Das zog sich durch die kommenden Spieltage, an denen die Fuggerstädter oft ebenbürtig agierten, jedoch an zwei Dingen scheiterten, wie Steinberger im Rückblick erklärt: „Wir haben in dieser Phase zu einfache Gegentore bekommen. Dazu hatten wir eine schlechte Chancenverwertung.“ In den Partien gegen den TSV Aubstadt, Greuther Fürth II und Wacker Burghausen etwa habe man eine Vielzahl an Chancen vergeben – am Ende stand aus diesen drei Partien nur ein Punkt. Hinzu kamen ständige Wechsel im Kader, die Folge: „Die Hierarchie musste sich entwickeln.“

Sieg gegen Garching als Schlüssel für die Wende

Im Laufe der Saison entstand jedoch ein festes Gebilde im Kader, und auch die Ergebnisse stimmten dann wieder. Ein wichtiger Schlüssel für den Aufwärtstrend war für Steinberger der 2:0-Sieg beim VfR Garching am 16. Spieltag, nachdem die Rot-Grün-Weißen am Spieltag zuvor unglücklich gegen Viktoria Aschaffenburg verloren hatten: Nach einer 2:0-Führung war das Spiel am Ende 2:3 verloren gegangen. Umso wichtiger war der Erfolg gegen Garching, der „relativ souverän“ errungen wurde, wie sich Steinberger erinnert. „So konnten wir in einen positiven Lauf kommen.“ Im nächsten Spiel gegen den FC Memmingen durfte er sich direkt über einen weiteren Sieg gegen den FC Memmingen freuen.

Auch wenn die Partie kurios begann: In den ersten zwölf Minuten verteilte der Schiedsrichter eine Rote sowie eine Gelb-Rote Karte. „Das war ein seltsames Spiel“, erinnert sich Steinberger, für den jedoch nur eines zählte: „Wir konnten nachlegen.“ Durch die beiden Erfolge tankte die U23 neues Selbstvertrauen und konnte sich auch gegen Spitzenmannschaften der Liga behaupten: Gegen die damals viertplatzierte Zweitvertretung des 1. FC Nürnberg gab es ein 0:0,  gegen den aktuellen Tabellenzweiten SpVgg Bayreuth zum Jahresausklang ein 1:1. „Das hat unser Selbstvertrauen gestärkt“, so Steinberger, und das zeigte sich auch beim in diesem Jahr bislang einzigen Pflichtspiel: Zuhause gegen den souveränen Tabellenführer Türkgücü München ging die U23 zunächst in Führung, musste 17 Minuten vor Schluss aber den Ausgleich hinnehmen. Am Ende stand mit dem 1:1 das achte Spiel in Folge, das der FCA-Nachwuchs nicht verlor.

Spielfreie Zeit als Chance

Eine Bilanz, die aufgrund der Unterbrechung der Liga zunächst nicht ausgebaut werden kann. „Wir versuchen, aus der Situation das Bestmögliche zu machen“, sieht es Steinberger nüchtern. Der Trainingsbetrieb am Nachwuchsleistungszentrum ruht, untätig ist seine Mannschaft aber nicht – vielmehr sieht der U23-Trainer in der aktuellen Phase eine Chance, an individuellen Schwächen zu arbeiten: So werden den Spielern etwa Videos mit Spielszenen zur Verfügung gestellt, die ihnen zu einem „besseren Verständnis für unsere Abläufe helfen sollen“, wie Steinberger sagt. „Die Offensivspieler zum Beispiel sollen nicht nur auf sich schauen, sondern auch darauf achten, wie die Verteidiger von hinten raus spielen.“ Und auch die Gemeinschaft kommt nicht zu kurz: In regelmäßigen Videotrainings hält sich die Mannschaft gemeinsam fit. „So können sich die Jungs sehen und auch ein bisschen unterhalten.“ Eines ist für Steinberger klar: „Es ist nicht ganz so einfach. Aber es gibt momentan wichtigere Dinge als Fußball.“

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