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Mainz im Check: Erleichterung nach dem Derbysieg

Erster Dreier seit dem Restart verschafft dem FSV etwas Luft

Profis 12.06.2020, 16:50

Nach fünf Spielen ohne Sieg gelang dem 1. FSV Mainz 05 bei Eintracht Frankfurt zuletzt der erste Dreier seit dem Restart. Der Erfolg verschafft den Nullfünfern etwas Luft im Abstiegskampf, allerdings bleibt die Situation für den FSV weiterhin brenzlig. Mainz im Check vor dem Duell am Sonntag (14. Juni, 15.30 Uhr).

Es sei ein ganz wichtiger Sieg gewesen, fasste Trainer Achim Beierlorzer die Erleichterung über den 2:0-Erfolg in Frankfurt zusammen. Dank einer vor allem kämpferisch überzeugenden Leistung hatte Mainz das Derby bei der Eintracht am vergangenen Wochenende gewonnen und damit den ersten Dreier nach zuvor fünf sieglosen Spielen (drei Remis, zwei Niederlagen) am Stück eingefahren.

Der Erfolg verschafft den Nullfünfern im Tabellenkeller etwas Luft, allerdings bleibt die Situation gefährlich. Drei Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz und Fortuna Düsseldorf. Das Mainzer Restprogramm hält mit dem FCA und Bremen zwei Heimspiele gegen direkte Konkurrenten bereit, dazu muss der FSV mit den Partien in Dortmund und Leverkusen auswärts bei zwei Spitzenmannschaften ran.

62 Gegentreffer: Nur Bremen ist defensiv anfälliger

Ihre wohl beste Phase in der Saison hatten die Nullfünfer Ende der Hinrunde, als Mainz von den ersten fünf Spielen unter Beierzlorzer drei gewann. Der 52-Jährige hatte das Amt zuvor von Sandro Schwarz übernommen, allerdings tat auch er sich schwer, Konstanz in die Leistung seiner Mannschaft zu bekommen. Wichtige Siege gegen Hertha (3:1) oder Paderborn (2:0) wechselten sich mit deutlichen Niederlagen gegen Wolfsburg (0:4) oder Leipzig (0:5) ab. So kam Mainz nie richtig raus aus dem Tabellenkeller.

Grund dafür ist auch die Defensive der Nullfünfer. 62 Gegentreffer kassierte der FSV bereits (wie Schlusslicht Paderborn), nur Bremen (63) ist anfälliger. Offensiv hat Beierlorzer mit Robin Quaison (zwölf Treffer) zwar einen echten Torjäger, allerdings wartet der Schwede seit sechs Partien auf einen Treffer. Jean-Philippe Mateta, im Vorjahr mit 14 Toren gefährlichster Mainzer, sucht nach seiner Knie-OP noch nach seiner alten Form, der Ex-Augsburger Dong-Won Ji feierte aufgrund eines Knorpelschadens erst vor drei Wochen sein Debüt für den FSV.

Beierlorzer: "Wir müssen das Boot weiter am Laufen halten"

Angesichts der vielen Gegentreffer war Beierlorzer umso erfreuter, dass seine Mannschaft in Frankfurt zuletzt zu Null gespielt hatte. Allerdings, so betonte der FSV-Trainer, müssten die Nullfünfer diesem Schritt noch weitere folgen lassen. "Allen ist klar, dass wir einen richtigen Paddelschlag gemacht haben in dem Boot, in dem wir sitzen", erklärt Beierlorzer auf der Website der Nullfünfer bildhaft. "Ein Paddelschlag, der notwendig ist, um uns in Fahrt zu bringen für diese Endphase der Saison. Wir müssen das Boot nun weiter am Laufen halten."

Gegen den direkten Konkurrenten Augsburg erwartet Beierlorzer "ein kampfbetontes Spiel". Gerade deswegen fordert der Trainer der Nullfünfer auf der Pressekonferenz die gleiche Intensität wie zuletzt in Frankfurt. "Laufleistung, Mentalität, Zweikampfbereitschaft – das sind die Attribute, die wir zeigen müssen", so Beierlorzer. "Wir haben es in der eigenen Hand und können in diesem Spiel sehr viel erreichen."

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1. FSV Mainz 05
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