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Kaltenbach: "Das ist im Moment etwas sehr Besonderes"

Der Bereichsleiter U9-13 über den Wiedereinstieg der jüngsten FCA-Mannschaften in den Trainingsbetrieb

Nachwuchs 25.06.2020, 10:40

Am Nachwuchsleistungszentrum des FC Augsburg läuft das Training der Mannschaften ab der U12 bereits seit Mitte Mai wieder – wenn auch mit Einschränkungen. Nun haben auch die Mannschaften der U9, U10 und U11 den Trainingsbetrieb unter Einhaltung der Vorschriften wieder aufgenommen. Simon Kaltenbach, Bereichsleiter U9-U13, gibt einen Einblick.

Wie hast Du die Zeit seit dem Abbruch des Trainingsbetriebs am Nachwuchsleistungszentrum Mitte März erlebt?

Am Anfang herrschte eine gewisse Unklarheit. Niemand wusste, wie lange der Trainingsbetrieb unterbrochen sein würde. Dann haben unsere Trainer relativ schnell eine Leidenschaft dafür entwickelt, unseren Spielern Übungen an die Hand zu geben. Wir haben Online-Trainingseinheiten abgehalten und auch virtuelle Wettkämpfe gegen andere Vereine wie Fortuna Düsseldorf und den 1. FC Nürnberg durchgeführt. Mit der U12 und U13 ging es dabei etwa um Jonglier-Übungen und Stabilisations-Übungen. Dann wurden die Vorschriften Schritt für Schritt gelockert und wir haben natürlich gehofft, den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen zu können.

Welche Schwerpunkte wurden beim Videotraining gesetzt?

Wir haben die Schwerpunkte unterteilt in die Bereiche Technik, Athletik und Kognition. Dazu hatten wir taktische Schulungen. Viele Übungen konnten die Jungs auch in Eigenverantwortung absolvieren.

Nun trainieren auch die jüngsten FCA-Mannschaften wieder am Nachwuchsleistungszentrum. Wie läuft das konkret ab?

Die Trainer arbeiten viel mit verschiedenen Stationen, die die Spieler in Kleingruppen nacheinander absolvieren. Der Vorteil daran ist, dass man so individuell auf die Spieler eingehen kann. Es gibt viele Torschuss- sowie Technikübungen. Wichtig ist natürlich auch die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern. Die Freude ist groß, dass wir auf den Platz zurückkehren konnten. Es liegt an den Trainern, durch viele Wettkämpfe immer wieder neue Reize für die Jungs zu setzen.

Was ist dabei erlaubt und was nicht?

Spielformen funktionieren nur ohne Körperkontakt, Zweikämpfe sind natürlich nicht möglich. Vor und nach jedem Training desinfizieren sich die Jungs ihre Hände. Kognitive Inhalte sind auch nur eingeschränkt möglich, weil die Jungs die entsprechenden Gegenstände nicht in die Hand nehmen dürfen. Athletische Inhalte sind möglich. Diese fahren wir nun aber herunter, weil die Spieler daran viel in den vergangenen Wochen zuhause gearbeitet haben. Wir setzen den Schwerpunkt daher auf den Bereich Technik.

Wie oft trainieren die Mannschaften nun?

Die Mannschaften der U9 bis U15 trainieren momentan zweimal die Woche. Unterstützend dazu gibt es auch noch Videotraining – das ist aber mannschaftsabhängig.

Wie erlebst Du die Jungs nach dem Einstieg in den eingeschränkten Trainingsbetrieb?

Alle Spieler waren unglaublich hungrig, wieder auf den Platz zurückzukehren und fiebern darauf hin, wieder in den Spielbetrieb einzusteigen und sich messen zu können. Die Jungs hatten noch nie eine so lange Pause und zeigen jetzt eine große Gier auf die Trainingseinheiten und die Gemeinschaft im Training. Das ist im Moment etwas sehr Besonderes.

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