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Heute vor fünf Jahren: Historischer Sieg in Alkmaar

Heute vor fünf Jahren: Historischer Sieg in Alkmaar

Fuggerstädter feiern ersten Dreier in der Europa League

Verein 22.10.2020, 09:24

Am 22. Oktober 2015 fährt der FCA im dritten Spiel der Europa League den ersehnten ersten Dreier ein – auch aufgrund eines starken Torwarts und des feinen Fußes eines Startelfdebütanten. Zuvor stand die Mannschaft bereits ordentlich unter Druck. Ein Rückblick.

Es sind erst zwei Spieltage in der Gruppenphase der Europa League absolviert, aber der FCA steht bereits mit dem Rücken zur Wand. Die Partien bei Atletic Bilbao (1:3) und gegen Partizan Belgrad (1:3) haben die Fuggerstädter beide verloren. Und so ist Rot-Grün-Weiß vor dem dritten Gruppenspiel bei AZ Alkmaar fast zum Siegen verdammt, wenn der Traum vom Europapokal nicht schon frühzeitig enden soll.

Die Saison 2014/15 schloss der FCA sensationell auf Platz fünf ab und qualifizierte sich damit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte fürs europäische Geschäft. In den ersten beiden Spielen der Gruppenphase schafft es die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl allerdings nicht, sich für ihren Aufwand zu belohnen. Auch in der Liga läuft es noch nicht recht. Nach neun Spieltagen ist der FCA Tabellenletzter, von den fünf Partien vor dem Duell in Alkmaar haben die Fuggerstädter vier verloren.

Trochowski trifft in den Winkel – Hitz rettet stark

Im Spiel in Alkmaar ist Augsburg vor allem in der Defensive gefordert, Torwart Marwin Hitz bewahrt seine Mannschaft in der ersten Hälfte ein ums andere Mal vor einem Rückstand. Kurz vor der Pause bekommt der FCA knapp vor dem Strafraum der Niederländer plötzlich einen Freistoß zugesprochen. Neuzugang Piotr Trochowski, der zum ersten Mal in der Startelf steht, schnappt sich den Ball – und zirkelt ihn über die Mauer hinweg in den Winkel. 1:0 für den FCA! Spätestens jetzt macht sich bei den rund 1.000 mitgereisten Augsburger Fans das Gefühl breit: Heute geht etwas!

Nach der Pause drängt Alkmaar, mit Jeffrey Gouweleeuw in der AZ-Innenverteidigung, auf den Ausgleich. Der FCA hält jedoch mit allem, was er hat, dagegen. Und hinten haben die Fuggerstädter im Notfall auch noch Hitz. Die vierminütige Nachspielzeit ist schon fast abgelaufen, als Alkmaar noch einmal im Augsburger Strafraum auftaucht. Der Schweizer reißt jedoch irgendwie seinen Arm hoch – und beschert seiner Mannschaft damit den ersten Sieg im Europapokal der Vereinsgeschichte.

Weinzierl: „Glück hat nur der, der alles gibt“

Während Linksverteidiger Philipp Max von „einer wahnsinnigen Last“ spricht, die von der Mannschaft abfällt, lobt Trainer Markus Weinzierl vor allem die Leidenschaft seiner Spieler. „Wir haben 90 Minuten einen tollen Kampf abgeliefert, hatten aber auch das nötige Glück“, gesteht der FCA-Trainer, betont allerdings: „Glück hat nur der, der alles gibt – und wir haben heute alles gegeben. Es freut mich für meine Mannschaft, dass sie endlich für ihren Aufwand belohnt wurde.“

Weil der FCA auch das Rückspiel gegen Alkmaar gewinnt (4:1) und sich nach der Niederlage gegen Bilbao (2:3) im letzten Gruppenspiel in Belgrad auf dramatische Art und Weise durchsetzt (3:1), ziehen die Fuggerstädter am Ende in die Zwischenrunde ein. Dort muss sich der FCA an der Anfield Road nur knapp dem späteren Finalisten Liverpool geschlagen geben.

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Jeffrey Gouweleeuw
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