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FCA setzt Zeichen gegen das Vergessen

Demokratie leben und verteidigen

Nachhaltigkeit 01.02.2026, 10:00

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit. Rund um diesen Tag erinnert die Fußballfamilie jährlich an die im Nationalsozialismus verfolgten, deportierten und ermordeten Menschen. Der FC Augsburg beteiligte sich am 22. Erinnerungstag der Initiative „!NieWieder“ im Rahmen des Bundesliga-Heimspiels gegen den FC St. Pauli aus Überzeugung und Verantwortung.

Ein Blick in die Geschichte zeigt: Der Sport war im Nationalsozialismus kein neutraler Raum. Er wurde gezielt instrumentalisiert. Zur Disziplinierung, zur Propaganda, zur Vorbereitung auf Krieg. In den Konzentrationslagern diente Sport der Unterhaltung der Täter und zugleich als Mittel der Vernichtung. Auch Großereignisse wie die Olympischen Spiele 1936 nutzte das Nazi-Regime, um Macht zu demonstrieren und rassistische Verfolgungspolitik umzusetzen.

Fußballvereine und Verbände ordneten sich vielfach bereitwillig unter. Demokratische Strukturen wurden zerstört, Organisationen gleichgeschaltet. Besonders sichtbar wurde dies in der systematischen Ausgrenzung jüdischer Mitglieder. Jüdische Spieler, Trainer und Funktionäre wurden ihrer Ämter enthoben, ausgeschlossen und aus dem Vereinsleben verdrängt. Oft geschah dies in vorauseilendem Gehorsam. Dabei war es gerade jüdisches Engagement, das den Fußball in Deutschland maßgeblich mit aufgebaut und geprägt hatte.

Erinnerung, Verantwortung und Haltung

Widerstand blieb die Ausnahme und kam fast ausschließlich aus Arbeitervereinen. Nach 1945 verhinderte personelle Kontinuität in vielen Verbänden eine ehrliche Aufarbeitung. Der Mythos vom unpolitischen Sport wirkte fort und verdeckte Verantwortung.

Diese Geschichte ist bis heute relevant. Sport ist ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft und lebt von demokratischen Grundwerten. Besonders der Profifußball entfaltet eine enorme Strahlkraft und Reichweite. Gerade deshalb braucht es im Fußball klare, mutige Positionen gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Diskriminierung. Demokratie und demokratische Werte sind keine Selbstverständlichkeit, sondern müssen aktiv gelebt und entschlossen verteidigt werden.

Die Vereinssatzung und 07-Werte des FC Augsburg geben dafür den Rahmen. Sie prägen das Selbstverständnis des FCA und verpflichten zu Haltung und Handeln. Erinnerung ist Teil dieser Verantwortung. Wer sich der Geschichte stellt, stärkt die Demokratie in der Gegenwart.

Der 22. Erinnerungstag im deutschen Fußball ist deshalb mehr als ein Gedenktag. Er ist ein Auftrag, Tag für Tag entschieden für eine offene und demokratische Gesellschaft einzutreten.

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