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2001: Als der FCA in der Bayernliga den Neustart wagte

111 Jahre 10.11.2018, 10:15
Im neuen Jahrtausend kämpfte der FC Augsburg gegen den Absturz in die sportliche Bedeutungslosigkeit. Nach dem Zwangsabstieg in die Bayernliga im Anschluss an die Saison 1999/2000 wagten die Fuggerstädter unter einer neuen Führungsriege den Neubeginn.
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In der Regionalliga Süd beendete der FC Augsburg die Spielzeit 1999/2000 auf dem achten Tabellenrang. Aus sportlicher Sicht hatten sich die bayerischen Schwaben also den Klassenerhalt in der dritthöchsten Spielklasse gesichert. Im Lizensierungsverfahren für die zweigleisige Regionalliga, so hieß es, seien nur noch Nachbesserungen zu vollziehen. Doch die Verhandlungen zogen sich hin. Aufgrund einer nicht fristgerecht erbrachten Bankbürgschaft von drei Millionen Mark, wurde der Albtraum plötzlich Realität. Erstmals in der Vereinsgeschichte des FC Augsburg musste der Gang in die fußballerische Viertklassigkeit angetreten werden.

Neubeginn unter neuer Führungsriege

Nach dem finanziellen Zusammenbruch und dem Zwangsabstieg in die Bayernliga hatten Aufsichtsrat Peter Bircks und Manager Fritz Bäuml die Verantwortung übernommen. Aller Widrigkeiten zum Trotz war der direkte Wiederaufstieg das ausgelobte Ziel. Durch einen 3:2-Derbyerfolg gegen den TSV Schwaben Augsburg am zweiten Spieltag tankte die Mannschaft reichlich Selbstvertrauen, die Hoffnung von einer einmaligen Saison in Liga vier lebte. Ein kleines Ergebnistief überstand der FCA halbwegs unbeschadet, sodass ihm mit dem zweiten Platz zur Saisonhälfte alle Möglichkeiten offenstanden. Sportlich lief also (fast) alles nach Plan, abseits des Platzes ging es weiterhin turbulent zu. Die neue Führungsebene gab bekannt, dass rund 2,5 Millionen Mark in der Kasse fehlten. In höchster Not wurde dann der Rettungsring ausgeworfen. Walther Seinsch hatte den Posten des Vorstandsvorsitzenden übernommen und damit eine Investorengruppe an Land gezogen. „Ich bin ein Fußballjeck und glaube, dass man in Augsburg etwas bewegen kann“, ließ Seinsch verlauten. Mit Werten wie „Fairness, Charakter und Arbeit“ sollte der FCA zukünftig neu definiert werden.

Der Weg war geebnet – der Aufstieg vertagt

Der zweite Saisonabschnitt glich einer Achterbahnfahrt. Auf furiose Siege folgten zum Teil blutleere Auftritte. „Stimmung beim FCA am Tiefpunkt“ titelten die Gazetten nach den Pleiten gegen Schwabach (1:4) und Neumarkt (0:1). Nur wenig später lautete die Schlagzeile: „FCA versöhnt sich mit den Fans“, nachdem die SpVgg Weiden 4:1 geschlagen wurde. Eine Saison mit Höhen und Tiefen. Die Fuggerstädter etablierten sich zwar stets im oberen Tabellendrittel, für den Platz an der Sonne reichte es jedoch nicht. Im Endklassement belegte der FC Augsburg mit 65 Zählern Rang vier. Die Differenz zum Bayernliga-Meister SpVgg Ansbach betrug 16 Punkte. Der Aufstieg gelang – nach dieser ereignisreichen Saison 2000/2001 – nicht. Nichtsdestotrotz wurden die Weichen für eine rosige Zukunft gestellt.
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