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2013: Als die Aufholjäger Geschichte schrieben

111 Jahre 22.11.2018, 11:00
Zur Winterpause der Saison 2012/13 scheint der Abstieg für den FCA nach katastrophaler Hinrunde bereits nicht mehr abzuwenden. Doch die Mannschaft verliert nicht den Glauben, schreibt Geschichte - und belehrt ihre Kritiker wieder mal eines Besseren. 
111 Jahre, 111 Geschichten - wir lassen für Sie 111 Tage lang die Geschichte des FC Augsburg Revue passieren. Mit interessanten Anekdoten aus der über einhundertjährigen Historie des FC Augsburg.
Ein Sieg, sechs Unentschieden, zehn Niederlagen: So lautet die Bilanz des FC Augsburg zur Winterpause der Saison 2012/13. Mit gerade mal neun Zählern rangiert die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl auf dem vorletzten Tabellenplatz, der Rückstand aufs rettende Ufer beträgt satte zehn Punkte. Nie hat eine Mannschaft mit so einer Ausbeute zur Winterpause am Ende noch die Klasse halten können, der Abstieg scheint bereits nach der Hinrunde besiegelt. Stefan Reuter, der kurz vor der Jahreswende seinen Dienst bei den bayerischen Schwaben angetreten hat, baut trotz der desaströsen Bilanz jedoch weiter auf Trainer Weinzierl - und holt frisches Blut ins Boot: Dong-Won Ji und André Hahn sollen mithelfen, das Unmögliche möglich zu machen.

Auftaktsieg gegen Düsseldorf leitet Aufholjagd ein

Zum Auftakt in die Rückrunde kommt Fortuna Düsseldorf nach Augsburg. Sascha Mölders und Ja-Cheol Koo schießen den FCA kurz vor der Pause 2:0 in Führung. Als Mölders später ein zweites Tor nachlegt, scheint die Partie entschieden. Die Fortuna bäumt sich aber noch einmal auf, kommt in der Nachspielzeit auf 2:3 heran. Am Ende feiert Augsburg jedoch einen knappen 3:2-Sieg und läutet damit eine furiose Aufholjagd ein. Mit jedem Zähler pirscht sich die Mannschaft langsam näher ans rettende Ufer heran. Auch als nach einer Niederlage in Leverkusen der Rückstand auf Platz 15 zwischenzeitlich auf elf Punkte anwächst, lässt sich die Mannschaft davon nicht beirren und geht weiter ihren Weg. Und so stehen die Fuggerstädter vor dem 34. Spieltag punktgleich mit dem 15. Düsseldorf auf Platz 16 - es läuft auf ein Herzschlagfinale im letzten Akt hinaus.

Weinzierl: „Wir haben ein kleines Wunder vollbracht“

Im Heimspiel gegen die bereits abgestiegenen Fürther bekommen die Franken bereits nach wenigen Minuten einen Strafstoß zugesprochen - Torwart Alexander Manninger hält jedoch und bewahrt sein Team vor dem frühen Rückstand. Stattdessen bringt Tobias Werner den FCA mit einem direkten Freistoß in Führung, Jan-Ingwer Callsen-Bracker erhöht kurz nach der Pause. Zwar kommt Fürth noch einmal auf 1:2 heran, in der Schlussphase macht Dong-Won Ji jedoch den Deckel drauf. Weil Düsseldorf parallel 0:3 in Hannover verliert, zieht der FCA an der Fortuna vorbei auf Rang 15 - und feiert sensationell den Klassenerhalt. "Es war ein dramatisches Finale, die Mannschaft hat es sensationell gemacht", jubelt Trainer Weinzierl, der von einer „unheimlichen Erleichterung“ spricht. „Wir waren an Weihnachten totgesagt, in einer Scheiß-Situation - wir haben ein kleines Wunder vollbracht."
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