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Düsseldorf im Check: Ein ungewohntes Glücksgefühl

Fortuna holt in Leipzig spät einen Punkt

Profis 19.06.2020, 13:05

Nachdem sich Fortuna Düsseldorf mit späten Gegentoren immer wieder um den Lohn gebracht hatte, drehten die Rheinländer den Spieß in Leipzig zuletzt um. Nun kann die Fortuna zumindest die Relegation aus eigener Kraft schaffen. Düsseldorf im Check vor dem Duell am Samstag (20. Juni, 15.30 Uhr.).

Es war am Mittwochabend in Leipzig ein ungewohntes Glücksgefühl für die Fortuna. Nach einem Doppelschlag in Durchgang zwei sahen die Sachsen kurz vor dem Ende bereits wie der sichere Sieger aus. In der Schlussphase kam die Fortuna durch Steven Skrzybski allerdings noch einmal heran und glich in der zweiten Minute der Nachspielzeit durch André Hoffmann tatsächlich noch zum 2:2 aus. "Ich bin überglücklich, dass wir uns dieses Mal belohnt haben", freute sich Trainer Uwe Rösler. "Der Punkt war unheimlich wichtig."

Damit drehte die Mannschaft des 51-Jährigen den Spieß in Leipzig dieses Mal um. In den Wochen zuvor hatte die Fortuna eigene Führungen immer wieder hergeschenkt und sich durch späte Gegentore um den Lohn gebracht. In Köln führte Düsseldorf bis zur 88. Minute 2:0, ehe der FC der Fortuna mit einem späten Doppelschlag noch den Sieg entriss. Und gegen Dortmund ließen die Rheinländer in der Schlussphase erst einige Chancen liegen, um schließlich das entscheidende 0:1 in der fünften Minute der Nachspielzeit zu kassieren.

Mehr Stabilität unter Rösler: Nur drei Niederlagen aus 13 Spielen

Durch den Punkt in Leipzig steht Düsseldorf zwei Spieltage vor Schluss einen Punkt vor dem SV Werder Bremen weiter auf dem Relegationsrang. Der direkte Klassenerhalt scheint eher unrealistisch. Mainz sowie Augsburg und Köln haben fünf bzw. sechs Punkte Vorsprung und außerdem das bessere Torverhältnis. Im Kampf um Platz 16 hat die Fortuna gegenüber Bremen allerdings die bessere Ausgangsposition.

Rösler hat die Fortuna seit seinem Amtsantritt Ende Januar deutlich stabilisiert. Von 13 Spielen unter seiner Regie verloren die Rheinländer nur gegen die Topteams Gladbach (1:4), München (0:5) und Dortmund. Während Düsseldorf in diesem Zeitraum auch nur zwei Begegnungen für sich entscheiden konnte, spielte die Fortuna unter Rösler acht Mal unentschieden. Düsseldorf war also zwar selten schlechter als der Gegner, um aus dem Tabellenkeller herauszuklettern, war das allerdings zu wenig.

Rösler: "Klar, dass wir gegen Augsburg gewinnen müssen"

Nun läuft alles auf ein dramatisches Saisonfinale hinaus. "Für uns war immer klar, dass wir das Spiel gegen Augsburg gewinnen müssen", stellte Rösler noch auf der Pressekonferenz nach dem Remis in Leipzig unmissverständlich klar. Bei den Sachsen hatte der Düsseldorfer Trainer einigen Schlüsselspielern eine kleine Verschnaufpause gegönnt. Gegen den FCA kehren Stützen wie Dauerbrenner Matthias Zimmermann, Spielmacher Kevin Stöger oder der Ex-Augsburger Erik Thommy wohl in die Startelf zurück.

Auf Konkurrent Bremen, der am Samstag parallel in Mainz spielt, schaut Rösler nach eigener Aussage nicht. "Wir müssen uns darauf fokussieren, was mir machen können", betont er. "Wir haben es in der eigenen Hand, den Abstiegskampf für uns positiv zu gestalten – die anderen Spiele interessieren mich nicht."

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