WM-Vorschau: FCA-Profis auf großer Bühne
In Kanada, Mexiko und den USA
Am Donnerstagabend startet die Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den USA – und der FC Augsburg ist mittendrin: Sechs Spieler wurden für ihre Nationalmannschaften berufen und wollen bei dem Turnier auf sich aufmerksam machen.
Fabian Rieder (Schweiz)
Fabian Rieder ist nach 2022 bereits zum zweiten Mal bei einer Weltmeisterschaft dabei. Der 24-jährige Offensivspieler gehört zum festen Kreis des Schweizer Nationalteams und bringt bereits reichlich Erfahrung auf internationalem Niveau mit. Seit seinem Debüt im November 2022 absolvierte er 28 Länderspiele für die Schweiz, erzielte dabei ein Tor und bereitete drei weitere Treffer vor.
In der unmittelbaren WM-Vorbereitung absolvierte die Schweiz zwei Testspiele: Beim 1:1 gegen Australien kam Rieder für eine Halbzeit zum Einsatz, beim 4:1-Erfolg gegen Jordanien wurde er geschont. Während des Turniers ist die Nati in San Diego (Kalifornien) stationiert.
In der Gruppenphase trifft die Schweiz in Gruppe B auf Katar, Bosnien-Herzegowina und Gastgeber Kanada. Der Auftakt erfolgt am Samstag, 13. Juni, um 21.00 Uhr. Die weiteren Gruppenspiele finden am Donnerstag, 18. Juni, und am Mittwoch, 24. Juni, ebenfalls um 21.00 Uhr statt.
Michael Gregoritsch (Österreich)
Michael Gregoritsch hatte großen Anteil an der erfolgreichen Qualifikation Österreichs für das Turnier. Mit seinem Treffer zum 1:1 gegen Bosnien-Herzegowina ebnete der 32-Jährige seinem Team den Weg zur WM-Endrunde. Für das ÖFB-Team ist die Teilnahme dabei etwas Besonderes, denn erstmals seit 1998 ist Österreich wieder bei einer Weltmeisterschaft vertreten. Entsprechend emotional blickt Gregoritsch auf sein entscheidendes Tor zurück und bezeichnet es als „den emotionalsten Moment meiner Karriere und sicherlich auch als den schönsten Tag meines Fußballerlebens“.
Seit seinem Debüt im September 2016 absolvierte der Angreifer 75 Länderspiele für Österreich. Dabei erzielte er 24 Tore und bereitete sieben weitere Treffer vor. Gregoritsch gehört seit Jahren zum festen Stamm der Nationalmannschaft und stellte seine Torgefahr auch bei großen Turnieren unter Beweis. So traf er bei der EURO 2021 in der Gruppenphase gegen Nordmazedonien und bei der EURO 2024 im Achtelfinale gegen die Türkei. Mit seiner Erfahrung nimmt er innerhalb des Teams eine wichtige Rolle ein. Für ihn gehe es vor allem darum, „für die Jungs immer da zu sein – egal ob auf dem Platz oder außerhalb“.
Auch in der Vorbereitung auf die WM präsentierte sich der FCA-Profi in guter Verfassung. Beim Freundschaftsspiel gegen Ghana im März steuerte er ein Tor und eine Vorlage bei. Im letzten Test vor dem Turnier gewann Österreich zudem 1:0 gegen Tunesien, Gregoritsch kam dabei eine Halbzeit zum Einsatz. Mit großer Vorfreude reist er nun zur Endrunde und betont: „Wir wollen so weit kommen, wie es geht, und setzen uns keine Grenzen. Ich werde es genießen – dann kommt der Erfolg von selbst.“
In der Gruppenphase trifft Österreich in Gruppe J am Mittwoch, 17. Juni, um 6.00 Uhr auf Jordanien. Es folgen die Partien gegen Titelverteidiger Argentinien am Montag, 22. Juni, um 19.00 Uhr sowie gegen Algerien am Sonntag, 28. Juni, um 4.00 Uhr. Während der Weltmeisterschaft ist das ÖFB-Team in Santa Barbara (Kalifornien) untergebracht.
Kristijan Jakić (Kroatien)
Auch Kristijan Jakić gehörte bereits 2022 zum WM-Aufgebot seines Landes. Der kroatische Nationalspieler kam beim 2:1-Erfolg gegen Marokko im Spiel um Platz drei sogar zum Einsatz.
Seit seinem Debüt im Oktober 2021 absolvierte Jakić 17 Länderspiele für Kroatien, in denen ihm zwei Tore und zwei Vorlagen gelangen. In den vergangenen Jahren gehörte er immer wieder zum Kreis der Nationalmannschaft und empfahl sich zuletzt auch in der Qualifikation für das nächste Turnier. Im letzten Qualifikationsspiel gegen Montenegro steuerte der FCA-Profi ein Tor und eine Vorlage bei und hatte damit entscheidenden Anteil am erfolgreichen Abschluss der Gruppenphase, die Kroatien mit 22 Punkten auf Platz eins beendete. In der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft gewann Kroatien zudem 2:1 gegen Slowenien.
Während des Turniers bezieht die kroatische Nationalmannschaft ihr Quartier in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia. In der Gruppenphase trifft Kroatien in Gruppe L auf England (17. Juni, 22.00 Uhr), Panama (24. Juni, 1.00 Uhr) und Ghana (27. Juni, 23.00 Uhr).
Ismaël Gharbi und Elias Saad (Tunesien)
Ismaël Gharbi und Elias Saad stehen gemeinsam im Aufgebot Tunesiens für die Weltmeisterschaft. In Gruppe F treffen die Nordafrikaner auf Schweden (15. Juni, 4.00 Uhr), Japan (21. Juni, 6.00 Uhr) und die Niederlande (26. Juni, 1.00 Uhr). Das Teamhotel befindet sich während des Turniers in Monterrey (Mexiko).
Gharbi gehört trotz seines jungen Alters bereits fest zum tunesischen Kader. Der 22-Jährige, zuletzt als Leihgabe von Sporting Braga beim FC Augsburg aktiv, war zuvor in den Nachwuchsnationalmannschaften Frankreichs und Spaniens im Einsatz und absolvierte seit seinem Debüt im September 2025 bislang 17 Länderspiele für Tunesien. Auch in der WM-Vorbereitung kam der Offensivspieler zum Einsatz und stand bei der 0:1-Niederlage gegen Österreich sowie beim 0:5 gegen Belgien auf dem Platz, ehe er dort nach 62 Minuten mit Gelb-Rot vom Platz musste.
Auch Saad, der in der Rückrunde auf Leihbasis für Hannover 96 spielte, soll der tunesischen Offensive zusätzliche Dynamik verleihen. Seit seinem Debüt im März 2024 stehen für ihn 15 Länderspiele, drei Tore und zwei Vorlagen im Trikot Tunesiens zu Buche. Beim Afrika-Cup bereitete der gebürtige Hamburger im Achtelfinale einen Treffer vor. In den jüngsten Testspielen vor dem Turnier wurde Saad gegen Österreich für acht Minuten eingewechselt, gegen Belgien kam er nicht zum Einsatz.
Nathanaël Mbuku (DR Kongo)
Nathanaël Mbuku bestreitet in diesem Jahr seine erste Weltmeisterschaft. Der Flügelspieler, der in der vergangenen Saison an den Montpellier HSC ausgeliehen war, gehört zum Aufgebot der Demokratischen Republik Kongo. Seit seinem Debüt im Oktober 2024 absolvierte Mbuku 19 Länderspiele und erzielte dabei zwei Tore.
Auf dem Weg zur WM setzte sich die DR Kongo in den interkontinentalen Play-offs durch und ist damit erstmals seit 52 Jahren wieder bei einer Weltmeisterschaft dabei. In den beiden Testspielen vor dem Turnier gab es ein 0:0 gegen Dänemark, bei dem Mbuku kurz vor Schluss eingewechselt wurde, sowie eine 1:2-Niederlage gegen Chile, als er in der Startelf stand.
In der Gruppenphase trifft die DR Kongo auf Portugal (17. Juni, 19.00 Uhr), Kolumbien (24. Juni, 4.00 Uhr) und Usbekistan (28. Juni, 1.30 Uhr). Für die Dauer der Weltmeisterschaft ist das Team in Houston (Texas) einquartiert.