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Union im Check: Das schwere zweite Jahr

Union im Check: Das schwere zweite Jahr

Nach Anderssons Abgang ruhen die Hoffnungen auf Kruse

Profis 17.09.2020, 14:23

In seiner ersten Bundesliga-Saison schaffte der 1. FC Union Berlin souverän den Klassenerhalt. In ihrem zweiten Jahr müssen die Eisernen den Abgang zweier Leistungsträger kompensieren – und gegen eine alte Weisheit ankämpfen. Die Hoffnungen ruhen auf einem Neuzugang.

Es ist das verflixte zweite Jahr für Union Berlin. Laut einer weit verbreiteten Fußball-Weisheit ist die zweite Saison nach dem Aufstieg „immer die schwerste“. Statistisch gesehen steigen im ersten Jahr Bundesliga zwar deutlich mehr Vereine ab als im zweiten, zuletzt erwischte es allerdings mit Düsseldorf (2020), Stuttgart und Hannover (2019) oder Ingolstadt und Darmstadt (2017) wieder vermehrt Klubs in ihrer zweiten Saison. 

In der ersten Bundesliga-Spielzeit der Vereinsgeschichte schaffte Union den Klassenerhalt souverän zwei Spieltage vor Schluss, am Ende belegten die Eisernen Platz einen starken elften Platz. Dass die Köpenicker über die komplette Spielzeit sehr stabil auftraten, hatte auch viel mit Unions Heimstärke zu tun. Zwei Drittel der Punkte holte die Mannschaft im stimmungsvollen Stadion An der Alten Försterei.

Feiert Top-Transfer Kruse sein Debüt?

Den Fehler, Union zu unterschätzen, wird im zweiten Jahr Bundesliga allerdings sicher kein Gegner mehr machen. Zudem muss Trainer Urs Fischer ohne zwei Leistungsträger auskommen, die am Klassenerhalt zuletzt erheblichen Anteil hatten. Torwart Rafał Gikiewicz, der im Vorjahr acht Mal zu Null spielte, schloss sich dem FCA an. Torjäger Sebastian Andersson, mit zwölf Treffern Unions gefährlichster Angreifer der vergangenen Saison, wechselte wenige Tage vor dem Bundesliga-Start zum 1. FC Köln.

Image: kruse-gegnercheck-20-21.jpg

Neu sind in Köpenick derweil unter anderem der aus Augsburg gekommene Andreas Luthe, der im Tor Gikiewicz ersetzen soll, und Innenverteidiger Robin Knoche, der aus Wolfsburg viel Bundesliga Erfahrung mitbringt. Vorne ruhen die Hoffnungen vor allem auf Top-Transfer Max Kruse, der nach einem Jahr bei Fenerbahce Istanbul in die Bundesliga zurückgekehrt ist. Nach einer Sprunggelenksverletzung ist ein Einsatz des 32-Jährigen zum Bundesliga-Auftakt allerdings noch fraglich.

„Die erste Saison war genauso schwierig wie es die zweite werden könnte.“

Der Start in die neue Saison ist Union schon mal geglückt, wenngleich sich die Eisernen im DFB-Pokal bei Zweitligist Karlsruher SC lange schwertaten. Erst kurz vor Ende der Verlängerung traf Verteidiger Nico Schlotterbeck zum umjubelten 1:0-Sieg und hievte die Berliner damit in Runde zwei.

Im Pokal hatte Andersson aufgrund seines bevorstehenden Wechsels bereits gefehlt – die Mannschaft hatte also schon Gelegenheit sich daran zu gewöhnen, ohne ihren Torjäger der letzten Saison auskommen zu müssen. „Wir können seinen Abgang nur über eine geschlossene Mannschaftsleistung kompensieren“, erklärt Fischer – und stellt angesprochen auf ein vermeintlich schweres zweites Jahr klar: „Die erste Saison war genauso schwierig wie es die zweite werden könnte.“

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