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Stuttgart im Check: Wieder jung und wild

Die jüngste Mannschaft der Liga überrascht die Konkurrenz

Profis 07.01.2021, 16:46

Zuletzt verlor der VfB Stuttgart zwei Bundesliga-Spiele in Folge. Mit einer jungen Mannschaft und einer mutigen Spielweise zählt der Aufsteiger dennoch zu den positiven Überraschungen dieser Saison. Der VfB im Check vor dem Duell am Sonntag (15.30 Uhr).

Thomas Hitzlsperger neigt normalerweise eher nicht zu emotionalen Ausbrüchen. Mitte Dezember platzte es allerdings aus dem Vorstandsvorsitzenden des VfB Stuttgart heraus: „Ich könnte Konfetti kotzen, so happy bin ich über das, was ich gerade sehen durfte.“ Der Aufsteiger hatte soeben 5:1 bei Borussia Dortmund gewonnen, das Ergebnis ging auch in dieser Höhe absolut in Ordnung.

Spätestens seit dem Coup in Dortmund gehört der VfB Stuttgart zu den großen Überraschungen dieser Saison - eine Rolle, die den Schwaben nach dem direkten Wiederaufstieg nicht unbedingt zuzutrauen war. Mit einem Altersdurchschnitt von etwas mehr als 23 Jahren hat der VfB die jüngste Mannschaft aller Bundesligisten. Von Zurückhaltung ist beim Aufsteiger auf dem Platz allerdings wenig zu sehen, stattdessen lässt Trainer Pellegrino Matarazzo einen mutigen Offensivfußball spielen.

Wamangituka & Co.: Die neuen „Jungen Wilden“

26 Tore hat der VfB nach 14 Spielen bereits erzielt, nur vier Bundesligisten haben öfter getroffen. Der Kader besteht aus einem guten Mix aus jungen und erfahrenen Akteuren. Spieler wie Abwehrchef Marc-Oliver Kempf (25) oder Kapitän Gonzalo Castro (33) haben bereits einiges an Bundesliga-Erfahrung auf dem Buckel. Talente wie Flügelflitzer Tanguy Coulibaly (19) oder Torjäger Silas Wamangituka (21), der bereits sieben Mal getroffen hat, machen derweil ihre ersten Schritte im Oberhaus.

Die ersten Medien schreiben bereits von einer neuen Generation der „Jungen Wilden“ – diesen Namen hatte die Öffentlichkeit der jungen VfB-Mannschaft verpasst, die 2007 zur fünften Deutschen Meisterschaft gestürmt war. Ein Vergleich mit der damaligen Generation scheint etwas gewagt, der Stuttgarter Plan, auf junge Spieler zu setzen, geht bislang aber voll auch.

Matarazzo: „Mit jedem Rückschlag lernen wir“

Daran ändert auch nichts, dass der VfB seit dem Überraschungscoup in Dortmund, zumindest was die Ergebnisse betrifft, etwas durchhängt. In den Spielen gegen Union (2:2), Wolfsburg (0:1) und Leipzig (0:1) holten die Schwaben nur noch einen Punkt, zudem blieb die Mannschaft zuletzt zweimal in Folge torlos. Kurz vor Weihnachten zog Stuttgart gegen Freiburg (1:0) immerhin ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein.

Kleinere Dellen sind bei der Entwicklung des Aufsteigers ohnehin vorgesehen. „Mit jedem Rückschlag und jedem Erfolg lernen und wachsen wir", betont Trainer Matarazzo, der mit seiner Mannschaft mit 18 Zählern im gesicherten Tabellenmittelfeld steht – mit einem ordentlichen Polster auf die unteren Plätze. Gepunktet haben die Schwaben vor allem auswärts, 14 Zähler haben sie auf fremden Plätzen gesammelt. Auf einen Heimsieg wartet Stuttgart noch (vier Remis, drei Niederlagen).

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Gegnercheck
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