Mainz im Check: Fischer-Effekt und Fastnacht
Klassenerhalt wieder in Sicht
Am Samstag, 7. Februar, um 15.30 Uhr trifft der FC Augsburg auswärts auf den 1. FSV Mainz 05. Die Nullfünfer stehen zwar weiterhin im Tabellenkeller, zeigen jedoch einen klaren Aufwärtstrend, der berechtigte Hoffnung im Abstiegskampf macht.
Aktuell liegt Mainz mit 18 Punkten aus 20 Spielen auf dem 16. Platz der Bundesliga, hat aber in den vergangenen fünf Partien starke zehn Punkte geholt – darunter ein knapper, aber umso wichtiger 2:1-Auswärtssieg gegen RasenBallsport Leipzig am vergangenen Spieltag. Bei diesem Erfolg feierte Abwehrchef Stefan Bell sein 300. Bundesliga-Spiel. Nach dem Match betonte er: „Das war heute so, wie man es sich wünscht, wenn man ein Jubiläumsspiel in Leipzig spielt. Die Chance, so ein Spiel wie das zu gewinnen, gibt's nicht oft. Deshalb bin ich sehr froh.“
Diese Entwicklung wirkt umso bemerkenswerter, wenn man auf die Situation vor dem Jahreswechsel zurückblickt. Bis Dezember holte Mainz lediglich sechs Punkte, die sportliche Lage war ernst. In dieser Phase entschied sich der Verein für einen Neuanfang auf der Trainerbank – mit Urs Fischer an der Seitenlinie. Der 59-Jährige Schweizer, der mit Union Berlin sowohl den Aufstieg in die Bundesliga als auch die Qualifikation für die Champions League geschafft hat, bringt reichlich Erfahrung und eine klare Spielidee mit. Bereits sein erstes Liga-Spiel mit Mainz – ein 2:2 in München – deutete an, wie er das Ruder im Abstiegskampf herumreißen und Mainz dauerhaft wieder auf Erfolgskurs bringen kann.
Wiedersehen mit Tietz
Um diesen Kurswechsel auch personell zu untermauern, haben die Nullfünfer die Winterpause genutzt und ihren Kader gezielt verstärkt. Neu dabei sind der kongolesische Nationalspieler Silas Katompa Mvumpa vom VfB Stuttgart, der österreichische Nationalspieler Stefan Posch auf Leihbasis von Como 1907 sowie der finnische U21-Nationalspieler Otto Ruoppi, der leihweise von Kuopion Palloseura kam. Ein besonderes Wiedersehen gibt es zudem mit Philipp Tietz, der vom FC Augsburg nach Mainz wechselte. Der Angreifer absolvierte für die Fuggerstädter 85 Pflichtspiele und erzielte dabei 17 Tore.
Das Spiel am Samstag steht ganz im Zeichen der fünften Jahreszeit in Mainz – der Fastnacht. Passend dazu haben die Nullfünfer wie jedes Jahr ein spezielles Sondertrikot herausgebracht, das sich an der ikonischen Fastnachtsfigur, dem Schwellkopf „Lisbetche“, orientiert. Der FCA hingegen will den Partycrasher geben und Revanche für das Hinspiel nehmen, das man vor heimischer Kulisse deutlich 1:4 verlor.
Verzichten muss Mainz auf Benedict Hollerbach, der sich in Leipzig einen Achillessehnenriss zugezogen hat. Dafür haben die Rheinhessen am Deadline Day noch einmal zugeschlagen: Der 30-jährige Angreifer Sheraldo Becker kommt auf Leihbasis vom spanischen Erstligisten CA Osasuna. Mit ihm arbeitete Fischer bereits erfolgreich beim 1. FC Union Berlin zusammen.
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