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Leverkusen im Check: Torarmut und Traumstart

Werkself muss Abgänge von Havertz und Volland kompensieren

Profis 23.10.2020, 14:37

Am fünften Spieltag (Montag, 26. Oktober, 20.30 Uhr) reist der FC Augsburg nach Leverkusen. Während die Werkself in der Europa League mit einem Torfestival gestartet ist, war der Bundesliga-Auftakt eher durchwachsen. Zwei schmerzhafte Abgänge haben Risse im Kader hinterlassen. Trotzdem will Bayer wieder Kurs auf die internationalen Plätze nehmen.

Es war der etwas undankbare fünfte Platz, auf dem Bayer Leverkusen die vergangene Spielzeit abschloss. Hauchdünn verpasste die Werkself im Saisonendspurt einen Champions-League-Rang. Im Final-Turnier der Europa League besiegelte ein knappes 1:2 im Viertelfinale gegen Inter Mailand das Aus. Viel Zeit zum Regenerieren blieb der Mannschaft in der ohnehin schon kurzen Vorbereitung damit trotzdem nicht.

Außerdem musste das Team von Trainer Peter Bosz im vergangenen Transfersommer zwei Leistungsträger ziehen lassen, die 2019/20 für insgesamt 35 Scorer-Punkte verantwortlich waren. Vor allem der Abgang von Spielmacher und Ausnahmetalent Kai Havertz (FC Chelsea) hinterlässt eine große Lücke, die schwer zu füllen sein wird. Der 21-Jährige war in den letzten Jahren Dreh- und Angelpunkt des Bayer-Spiels. Mit seinem Wechsel in die Premier League avancierte er mit etwa 100 Millionen Euro zum teuersten deutschen Spieler und spülte damit frisches Geld in die Kassen der Werkself. Zusätzlich zog es Stürmer Kevin Volland für knapp 15 Millionen Euro zur AS Monaco.

Leverkusen setzt auf Youngster

Einen Teil der Einnahmen hat Bayer Leverkusen direkt in einen möglichen Volland-Nachfolger reinvestiert. Mit Patrik Schick wurde ein torgefährlicher Stürmer verpflichtet. Der Tscheche war in der vergangenen Spielzeit von seinem Stammverein AS Rom zum Ligakonkurrenten RasenBallsport Leipzig ausgeliehen und überzeugte dort mit zehn Saisontoren.

Um den Abgang von Havertz zu kompensieren, setzt Bayer große Hoffnungen in seine jungen Talente, welche über jede Menge Potenzial verfügen. Es wird erwartet, dass Spieler wie Moussa Diaby, Nadiem Amiri oder Edmond Tapsoba im kommenden Jahr den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung machen. Der wohl vielversprechendste Youngster ist noch nicht einmal volljährig: Florian Wirtz. Nach Havertz steht damit schon das nächste Toptalent in den Startlöchern. Der 17-Jährige hat sich in der Rückrunde bereits im Bundesliga-Kader etabliert und sein Können zur Schau gestellt.

Traumstart in der Europa League

Nach drei Unentschieden gegen Wolfsburg (0:0), Leipzig (1:1) und Stuttgart (1:1) sowie einem Sieg gegen Mainz (0:1) steht Bayer Leverkusen mit sechs Punkten aktuell auf Tabellenplatz neun. Gerade einmal drei Tore hat die Werkself nach vier Bundesliga-Partien auf ihrem Konto. So viele Treffer wie in diesen 360 Minuten erzielte die Werkself am Donnerstag in einem überzeugenden Europa-League-Spiel gegen OGC Nizza (6:2) innerhalb von neun Minuten. Das dürfte der Mannschaft Aufwind geben, das selbstgesetzte Ziel für die Bundesliga-Saison 2020/21, das internationale Geschäft, weiterhin im Blick zu behalten.

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