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Leverkusen im Check: Suche nach Konstanz

Werkself leistet sich 2021 immer wieder Patzer

Profis 19.02.2021, 09:13

Nach einer herausragenden Bilanz bis zur Winterpause fehlt Bayer 04 Leverkusen im neuen Jahr noch die Konstanz. Das gilt auch für die Europa League, wo die Werkself am Donnerstag trotz spektakulärer Aufholjagd verlor. Leverkusen im Check vor dem Duell am Sonntag (13.30 Uhr).

Kurz vor Weihnachten war die Welt in Leverkusen noch in Ordnung. Die Mannschaft von Trainer Peter Bosz war nach zwölf Spieltagen als einzige Bundesliga-Mannschaft noch ungeschlagen und führte fast schon folgerichtig die Tabelle an. Es schien, als könnte die Werkself in dieser Saison ganz oben angreifen.

Seitdem ist viel passiert. In der letzten Partie vor der kurzen Winterpause verlor Leverkusen das Spitzenspiel gegen den FC Bayern München in letzter Sekunde 1:2 und damit auch die Tabellenführung. Seitdem scheint der Werkself die Leichtigkeit etwas abhandengekommen zu sein. Von den acht Bundesliga-Spielen im neuen Jahr gewann Leverkusen nur vier (zwei Remis, zwei Niederlagen). Dazu flog Bayer Anfang Februar im DFB-Pokal gegen Regionalligist Rot-Weiss Essen (1:2 n.V.) aus dem Wettbewerb.

3:4-Niederlage in Bern trotz spektakulärer Aufholjagd

Vor allem auswärts läuft es im neuen Jahr noch nicht für die Werkself. In allen drei Partien 2021 auf fremdem Platz verlor Bayer: 1:2 in Frankfurt, 0:1 bei Union und 0:1 in Leipzig. Bezeichnend für die vergangenen Wochen war das jüngste Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05. Leverkusen führte trotz wenig überzeugender Leistung kurz vor dem Ende 2:0 – um in den Schlussminuten tatsächlich noch zunächst den Anschlusstreffer und in der Nachspielzeit sogar noch den Ausgleichstreffer zu kassieren.

Trainer Bosz sprach nach der Partie gar vom „schlechtesten Spiel“ seit seiner Amtsübernahme vor rund zwei Jahren – revidierte diese Meinung allerdings nur wenige Tage später. In der Zwischenrunde der Europa League verlor Leverkusen das Hinspiel bei Young Boys Bern am Donnerstag 3:4. Nach schwacher erster Hälfte lag die Werkself 0:3 hinten, startete nach der Pause aber eine spektakuläre Aufholjagd und glich tatsächlich aus – um in den Schlussminuten einen vierten Gegentreffer zu kassieren. „Wir haben gezeigt, dass es möglich ist, noch schlechter zu spielen“, sagte Bosz mit Blick auf die Partie gegen Mainz.   

Torwart Hradecky droht erneut auszufallen

An guten Tagen gehört die Werkself zu den offensivstärksten Teams der Bundesliga, wie sie vor einigen Wochen gegen Dortmund (2:1) oder zuletzt gegen Stuttgart (5:2) bewiesen hat. Nach dem Abgang von Supertalent Kai Havertz (vergangene Saison zwölf Tore) haben die Verantwortlichen um Geschäftsführer Rudi Völler im Sommer auf namhafte Verstärkungen verzichtet. Stattdessen hat sich der erst 17-jährige Florian Wirtz im Mittelfeld zum neuen Antreiber aufgeschwungen, über die Außenbahnen ist das Tempo von Leon Bailey (fünf Tore, sieben Vorlagen) und Moussa Diaby (drei Tore, acht Vorlagen) eine echte Waffe.

Lukas Hradecky droht das Duell in Augsburg derweil zu verpassen. Der Torwart war gegen Mainz zur Pause mit Problemen an der Achillesferse ausgewechselt worden, verpasste auch das Spiel in Bern. Fehlt Hradecky erneut, stünde Ersatztorwart Niklas Lomb bereit, der gegen Mainz sein Bundesliga-Debüt gefeiert hatte.

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