Leipzig im Check: Zuhause mit weißer Weste
Sportlicher Umbruch im Sommer
Bevor es in die Länderspielpause geht, steht für den FC Augsburg noch ein Auswärtsspiel auf dem Programm: Am Samstag, 7. November, um 15.30 Uhr sind die Fuggerstädter bei RB Leipzig gefordert.
Als sich die Leipziger Verantwortlichen im Sommer um den damaligen „Head of Global Soccer“ und heutigen Bundestrainer Jürgen Klopp von Ole Werner trennten und Martín Demichelis als Nachfolger präsentierten, war die Marschroute klar: Die Roten Bullen wollen ganz oben angreifen. Trotz einer guten Vorsaison, die Leipzig auf Rang drei abschloss und damit die Qualifikation für die Champions League sicherte, entschied man sich für eine sportliche Neuausrichtung. Unter dem Argentinier Demichelis, der in der Bundesliga einst für den FC Bayern München auflief, sollte wieder verstärkt der RB-typische Pressing-Ansatz aus der Rangnick-Ära in den Mittelpunkt rücken.
Der Start in die neue Saison verlief für die Sachsen allerdings zunächst wechselhaft. In der Bundesliga musste Leipzig bereits drei Niederlagen hinnehmen. Auch in der Champions League läuft es bislang noch nicht nach Plan: Dort steht RB nach drei Spieltagen lediglich auf Rang 27 und würde damit die Qualifikation für die K.-o.-Phase verpassen. Die nächste Möglichkeit, die Bilanz in der Königsklasse aufzubessern, bietet sich den Leipzigern jedoch schon am Mittwochabend, wenn der englische Vizemeister Manchester City in Sachsen zu Gast ist.
Makellose Heimbilanz
In der Liga zeigte die Formkurve zuletzt jedoch wieder nach oben. Auf die deutliche 1:6-Niederlage beim FC Bayern München fand Leipzig die passende Antwort und ließ einen klaren 4:0-Heimsieg gegen die SV Elversberg folgen. Zuletzt setzte sich RB zudem 2:0 beim Aufsteiger FC Schalke 04 durch und feierte damit den ersten Auswärtssieg der laufenden Bundesliga-Saison.
Besonders im eigenen Stadion präsentieren sich die Leipziger bislang äußerst stark: Mit zwölf Punkten aus vier Spielen und einem Torverhältnis von 18:0 führen sie die Heimtabelle eindrucksvoll an.
Nusa in bestechender Form
Vor allem Antonio Nusa sorgt im Leipziger Offensivspiel für viel Gefahr. Der norwegische Flügelspieler steht nach acht Bundesliga-Spielen bereits bei vier Toren und sechs Vorlagen und ist damit einer der prägenden Akteure im Angriff der Sachsen. Es scheint, als würde Nusa nahtlos in die Fußstapfen des im Sommer zu Real Madrid gewechselten Yan Diomande treten. Der ivorische Nationalspieler hatte die Sachsen nach einer starken Saison mit zwölf Toren und neun Vorlagen für eine Ablösesumme von 125 Millionen Euro in Richtung der Königlichen verlassen.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte im Sommer außerdem die Rückkehr eines alten Bekannten: Kurz vor Transferschluss gelang es den Verantwortlichen, Christopher Nkunku zurück nach Leipzig zu lotsen. Der französische Offensivspieler lief bereits von 2019 bis 2023 für RB auf und sammelte in dieser Zeit in 172 Pflichtspielen 70 Tore und 56 Vorlagen.
Die Bilanz aus Sicht des FC Augsburg ist bislang ausbaufähig: Von 24 Pflichtspielduellen gewann Leipzig 14, sieben Begegnungen endeten unentschieden und nur dreimal verließ der FCA als Sieger den Platz.