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Leipzig im Check: Im eigenen Rennen

Die Sachsen stellen die beste Abwehr der Liga

Profis 11.02.2021, 09:47

Auch ohne echten Torjäger hat sich RasenBallsport Leipzig auf Tabellenplatz zwei festgebissen – an ein spannendes Titelrennen glauben allerdings auch die Sachsen selbst nicht mehr wirklich. Schuld daran ist auch ein Ausrutscher. Leipzig im Check vor dem Duell am Freitag (20.30 Uhr).

„Wir spielen unser eigenes Rennen“, erklärte Leipzigs Kapitän Marcel Sabitzer zuletzt und fasste die aktuelle Situation der Sachsen damit ganz gut zusammen. Zwar liegt die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann auf Platz zwei der Tabelle, Spitzenreiter FC Bayern München ist allerdings bereits auf sieben Punkte enteilt. Das Rennen um die Schale scheint auch dieses Jahr wieder der Rekordmeister zu machen.

Schuld daran ist auch der Ausrutscher, den sich die Sachsen Ende Januar geleistet haben. Beim Tabellenvorletzten 1. FSV Mainz 05 verlor Leipzig überraschend 2:3 – woraufhin Trainer Nagelsmann die Meisterschaft öffentlich quasi abhakte. „Grundsätzlich müssen wir nicht über die Bayern sprechen, wenn wir die Spiele verlieren“, erklärte der 33-Jährige. „Es geht darum, selbst die Spiele zu gewinnen. Die Champions-League-Qualifikation zu schaffen, ist aktuell wichtiger als oben anzugreifen.“

Nur 17 Gegentreffer – 15 verschiedene Torschützen

Die Qualifikation für die Königsklasse hat Leipzig weiter fest im Blick, auch weil die Mannschaft auf die Niederlage in Mainz eine starke Reaktion zeigte. Das Spitzenspiel gegen Bayer 04 Leverkusen (1:0) entschieden die Sachsen genauso für sich wie die Partie beim FC Schalke 04 (3:0). Zwischendurch zog Leipzig gegen den VfL Bochum (4:0) souverän ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. In allen drei Spielen gewann Leipzig zu Null – wieder einmal. In der Liga blieb die beste Abwehr der Liga (nur 17 Gegentore) um Torwart Peter Gulacsi bereits zehn Mal ohne Gegentreffer.

Vorne sind die Sachsen nach dem Abgang von Torjäger Timo Werner schwer auszurechnen. Der Angreifer hatte vor seinem Wechsel zum FC Chelsea in der vergangenen Saison 28 Tore erzielt. In der laufenden Spielzeit verteilen sich die 35 Leipziger Treffer auf 15 verschieden Torschützen, das ist Ligabestwert. Zugleich betont Nagelsmann allerdings, dass seiner Mannschaft ein echter Torjäger durchaus guttäte. „Es fällt einem schon leichter, wenn du einen Torjäger hast, der 10, 15 Tore schießt“, so der Leipziger Trainer. „Manchmal gibt es Spiele, in denen dir ein Dosenöffner guttut.“ Neben Kapitän Sabitzer haben auch Yussuf Poulsen, Emil Forsberg und Angelino jeweils vier Mal getroffen.

Sabitzer: „Die Bayern sind meilenweit vorn“

Mit der Mischung aus einer starken Defensive und einer variablen Offensive ist Leipzig nach zuletzt zwei dritten Plätzen ein heißer Anwärter auf die Position hinter dem FC Bayern – an ein spannendes Titelrennen glauben selbst im Lager der Sachsen allerdings nur noch wenige. „Klar ist, dass die Bayern meilenweit vorn sind und du normalerweise keine sieben Punkte aufholst“, betonte Sabitzer zuletzt. „Wir konzentrieren uns auf uns und wollen uns von den Mannschaften hinter uns absetzen. Und wenn wir so weiterspielen wie zuletzt, werden wir das auch schaffen.“

Ziel bleibt ganz klar die erneute Qualifikation für die Königsklasse, wo Leipzig in der vergangenen Saison erst im Halbfinale an Paris St. Germain (0:3) gescheitert war. Im laufenden Wettbewerb treffen die Sachsen am Dienstag im Achtelfinale auf den FC Liverpool. Aufgrund eines Einreiseverbots für die Engländer nach Deutschland findet die Partie in Budapest statt.

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RasenBallsport Leipzig
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