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Köln im Check: Katerstimmung zum Karneval

FC kassierte zuletzt vier Niederlagen in Folge

Profis 29.11.2019, 17:26

Nach dem direkten Wiederaufstieg im Sommer stößt der 1. FC Köln im Oberhaus bislang an seine Grenzen. Auch der jüngste Trainerwechsel von Achim Beierlorzer zu Markus Gisdol blieb zunächst ohne die erhoffte Wirkung. Die Geißböcke im Check vor dem Duell am Samstag, 30. November (15.30 Uhr).

Es gibt für einen neuen Trainer sicher leichtere Aufgaben zum Start als ein Auswärtsspiel beim formstarken Tabellenzweiten. Vor allem wenn seine eigene Mannschaft zuletzt drei Mal in Folge verloren hat und nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzt. So musste Trainer Markus Gisdol am vergangenen Wochenende mit ansehen, wie seine Mannschaft bei RasenBallsport Leipzig letztlich ohne Chance blieb, 1:4 verlor - und nach den Niederlagen gegen Hoffenheim (1:2), Düsseldorf (0:2) und Mainz (1:3) die vierte Pleite am Stück kassierte.

Auch mit neuem Trainer an der Seitenlinie setzte Köln damit seinen Negativtrend aus den Wochen zuvor fort. Achim Beierlorzer, der den FC nach dem Aufstieg im Sommer übernommen hatte, musste in der Länderspielpause seinen Trainerstuhl räumen. Zuvor hatte bereits Geschäftsführer Armin Veh gehen müssen. Als neuen Trainer stellten die Verantwortlichen Markus Gisdol vor, der einiges an Erfahrung im Abstiegskampf mitbringt: 2013 schaffte er mit der TSG Hoffenheim den Klassenerhalt in der Relegation, 2017 gelang ihm mit dem Hamburger SV im Saisonendspurt der Sprung ans rettende Ufer.

Nur einmal startete der FC schlechter - und stieg am Ende ab

Nun soll ihm dieses Künststück auch mit dem FC gelingen. Ansonsten droht in Müngersdorf nach 2018 der zweite Abstieg innerhalb von zwei Jahren. Damals mussten die Rheinländer am Saisonende nach nur 22 Punkten den bitteren Gang in Liga zwei antreten. Aktuell steht Köln mit sieben Punkten auf Tabellenplatz 17, nur in eben jener Abstiegssaison 2017/18 hatte der FC nach zwölf Spielen noch weniger Zähler: damals waren es zwei.

Dass die Punkteausbeute in dieser Spielzeit mager ausfällt, liegt auch daran, dass dem FC die Torgefahr abgeht. Nach 84 Toren in der Aufstiegssaison durfte Köln in der laufenden Spielzeit erst elf Mal jubeln - der schwächste Wert aller Bundesligisten. Bis auf Simon Terodde (drei Tore) hat kein Spieler mehr als einen Treffer erzielt, Anthony Modeste sucht nach seiner Rückkehr aus China weiter seine alte Form. An Erfahrung fehlt es dem für einen Aufsteiger gut bestückten Kader nicht: Torwart Timo Horn, Kapitän Jonas Hector, die Mittelfeldspieler Marco Höger und Marcel Risse sowie Angreifer Jhon Cordoba haben bereits einige Bundesliga-Spiele auf dem Buckel.

Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen.

Will der FC das rettende Ufer nicht schon vor Weihnachten aus den Augen verlieren, ist ein Sieg gegen den FCA am Samstag fast schon Pflicht. Allerdings will Gisdol das Duell mit den Fuggerstädtern nicht zu hoch hängen. "Es geht darum, schnell zu punkten", so der FC-Trainer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. "Aber der Weg wird sehr lang sein. Wir dürfen uns nicht verrückt man lassen." Sein erstes Heimspiel in Müngersdorf wolle er versuchen zu genießen - wenngleich mit Gegner Augsburg eine "eine unangenehme Mannschaft" warte. "Wir wissen, was auf uns zukommt", erkärt Gisdol. "Aber wir wissen auch, wie wir dagegenhalten können."

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