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Hoffenheim im Check: Zwischen Euphorie und Ernüchterung

Dreifach-Belastung für die Kraichgauer

Profis 04.12.2020, 12:00

Zusammen mit Neu-Bundesliga-Trainer Sebastian Hoeneß möchte die TSG 1899 Hoffenheim an ihre erfolgreichste Zeit anknüpfen und wieder spektakuläreren Fußball spielen. Mit der Meisterschaft, dem DFB-Pokal und der Europa League stehen die Kraichgauer dabei in der laufenden Saison gleich vor drei Herausforderungen.

Mit begeisterndem Offensivfußball spielte sich die TSG Hoffenheim unter Julian Nagelsmann 2018/19 bis in die Champions League. Nach seinem Abgang zu RasenBallsport Leipzig folgte Alfred Schreuder, dessen Vertrag jedoch bereits nach elf Monaten wieder einvernehmlich aufgelöst wurde, da man sich nicht auf einen gemeinsamen Weg einigen konnte. So folgte zur neuen Saison Sebastian Hoeneß auf den entlassenen Schreuder. Dieser hatte den FC Bayern München II zum Drittligameister geführt und soll nun das Team in Hoffenheim mit schnellem Spiel und Gegenpressing zurück zu früheren Erfolgen steuern.

„Wir gehen ehrgeizig in die Saison“, so viel war für TSG-Trainer Hoeneß bereits vor Beginn der laufenden Spielzeit klar. Mit der Meisterschaft, dem DFB-Pokal und der Europa League steht Hoffenheim dabei gleich vor drei Herausforderungen. Obwohl die Belastung steigt, hat sich der Kader nicht sonderlich vergrößert. Mit Steven Zuber (Eintracht Frankfurt) verließ lediglich ein Routinier den Kraichgau, für ihn wechselte Mijat Gacinovic von Frankfurt nach Hoffenheim. Zum Team stieß außerdem Tottenham-Leihgabe Ryan Sessegnon. Sebastian Hoeneß steht alles in allem ein guter Mix aus stabiler Defensive, variablen Offensivkräften und jungen Talenten zur Verfügung.

Coup gegen Bayern - Seit sieben Spielen sieglos

In der Europa League läuft es für die TSG bisher bestens. Mit vier Siegen (2:0 gegen Belgrad, 4:1 gegen Gent, 5:0 und 2:0 gegen Liberec) sowie einem Unentschieden (0:0 gegen Belgrad) hat sich das Team bereits den Gruppensieg gesichert. Auch im DFB-Pokal schafften es die Hoffenheimer mit einem 3:2-Erfolg im Elfmeterschießen gegen den Chemnitzer FC in die zweite Runde, in der sie den Zweitligisten Greuther Fürth erwarten.

In der Bundesliga dagegen ist nach dem perfekten Saisonstart und der kurzzeitigen Tabellenführung inzwischen Ernüchterung eingekehrt. Bereits am zweiten Spieltag schoss die Hoeneß-Elf den Dauermeister FC Bayern München nach 32 ungeschlagenen Pflichtspielen 4:1 aus der Sinsheimer Arena und zeigte damit, welch enormes Potenzial in der Truppe steckt. Großen Anteil am starken Start hatte Angreifer Andrej Kramaric, der in den ersten drei Spielen sechs Tore erzielte. Mittlerweile steht der Kroate bei sieben Treffern - in gerade mal fünf Partien.

Danach kam punktemäßig jedoch nicht mehr viel. Seit sieben Spielen ist die TSG sieglos und findet sich so mit neun Punkten aus neun Spielen momentan auf Platz 12 der Tabelle wieder. Trainer Hoeneß fordert jetzt „mentale Härte“, um das Kriseln in der Bundesliga zu durchbrechen und wieder auf Kurs zu kommen.

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TSG 1899 Hoffenheim
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