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Hertha im Check: Wechsel ohne Wirkung

Alte Dame seit neun Spielen ohne Sieg

Profis 04.03.2021, 17:39

Statt wie vor der Saison geplant oben mitzuspielen, kämpft Hertha BSC gegen den Abstieg. Auch der Trainerwechsel zuletzt brachte noch nicht die erhoffte Wirkung – auch weil die Alte Dame kaum trifft. Die Hertha im Check vor dem Duell am Samstag (15.30 Uhr).

Pal Dardai witterte bereits höhere Mächte. „Das ist schon ein bisschen Schicksal“, sagte der Trainer zuletzt nach der 0:2-Niederlage beim VfL Wolfsburg. Seine Mannschaft hatte gegen einen starken Gegner wieder einmal gut mitgehalten, nach einem Eigentor vor der Pause und einem Standardgegentreffer kurz vor dem Ende stand unter dem Strich jedoch die nächste Niederlage für die Hertha.

Es war bereits die siebte in den vergangenen neun Spielen (zwei Remis). Nur der FC Schalke 04 holte in diesem Zeitraum genauso wenig Punkte. Der letzte Sieg der alten Dame liegt bereits über zwei Monate zurück, damals gewann die Hertha zum Start ins neue Jahr 3:0 bei den Knappen. Nachdem der Hauptstadtklub mit großen Ambitionen in die Saison gestartet war, heißt die Realität nun Abstiegskampf. Nur dank der besseren Tordifferenz gegenüber Bielefeld steht die Hertha nicht auf dem Relegationsplatz.

Dardais Bilanz: Ein Remis, vier Niederlagen

Auch der Trainerwechsel zu Pal Dardai hat noch nicht die erhoffte Wende gebracht. Der 44-jährige Ungar, der die Hertha bereits von 2015 bis 2019 über vier Jahre betreut hatte, hatte Ende Januar Bruno Labbadia abgelöst. Die Bilanz aus den fünf Spielen unter seiner Regie: ein Punkt und vier Niederlagen. Vor allem vorne hapert es seit Wochen. In sechs der vergangenen neun Spiele blieb die Alte Dame ohne Tor, sechs Treffer im Jahr 2021 sind die wenigsten aller Bundesligisten.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass es das Auftaktprogramm für Dardai in sich hatte. Mit Frankfurt (1:3), Bayern (0:1), Leipzig (0:3) und Wolfsburg (0:2) trafen die Berliner auf die aktuellen Top Vier der Tabelle, zwischendurch ging es gegen den starken Aufsteiger aus Stuttgart (1:1). Gegen die Topmannschaften schlug sich die Hertha durchaus achtbar, Zählbares kam aber nicht heraus. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen“, war Dardai mit der Leistung seiner Mannschaft zuletzt dennoch zufrieden und fügte an: „Uns fehlt momentan das Spielglück.“

Neuzugänge Khedira und Radonjic fallen aus

Bereits im Sommer hatte die Hertha viele Millionen ausgegeben, im Winter legten die Verantwortlichen noch einmal nach. Von Juventus Turin wechselte Weltmeister und Routinier Sami Khedira in die Hauptstadt, für den Angriff lieh die Alte Dame Nemanja Radonjic von Olympique Marseille aus.

Gegen Augsburg fehlen Khedira und Radonjic genauso wie Spielmacher Matheus Cunha mit muskulären Problemen. Das Duell mit Khediras Bruder Rani fällt damit aus. Vorne plant Dardai derweil mit einer Doppelspitze aus Jhon Cordoba und Krzysztof Piatek, wie Herthas Trainer bereits Mitte der Woche offenlegte: „Wenn Jhon gesund bleibt, das kann ich jetzt schon sagen, fangen er und Krzysztof an.“

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