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Hertha im Check: Alte Dame mit neuem Schwung

Starter Start unter Trainer Labbadia

Profis 29.05.2020, 11:22

Drei Spiele, sieben Punkte, lautet die Bilanz von Hertha BSC unter Bruno Labbadia. Nach turbulenten Monaten hat der neue Trainer der Alten Dame neues Leben eingehaucht – und damit zugleich wieder für Ruhe in der Hauptstadt gesorgt. Die Hertha im Check vor dem Duell am Samstag, 30. Mai, (15.30 Uhr).

Der Satz, mit dem Verteidiger Maximilian Mittelstädt das 2:2 gegen RasenBallsport Leipzig am Mittwoch zusammenfasste, sagt viel aus über die Entwicklung von Hertha BSC in den vergangenen Wochen. "Vielleicht hätten wir diese Partie auch gewinnen können", analysierte Mittelstädt den Punkt, den sich der Hauptstadtklub in der Schlussphase und in Überzahl beim Tabellendritten noch gesichert hatte.

Zuvor hatte die Hertha unter Bruno Labbadia, der das Traineramt in der Saison-Unterbrechung von Alexander Nouri übernommen hatte, einen Auftakt nach Maß hingelegt. Zum Restart gewann die Alte Dame 3:0 bei der TSG 1899 Hoffenheim, um anschließend dem 1. FC Union Berlin im Stadtderby keine Chance zu lassen (4:0). Damit revanchierte sich die Hertha für die 0:1-Niederlage in der Hinrunde.

"Oldie" Ibisevic und Neuzugang Cunha stark in Form

Labbadia, der nach Ante Covic, Jürgen Klinsmann und Nouri bereits der vierte Hertha-Trainer in dieser Saison ist, hat der Alten Dame neues Leben eingehaucht und gleichzeitig wieder etwas Ruhe in die Hauptstadt gebracht. Hinter der Hertha liegen nervenaufreibende Wochen. Erst gab Trainer Klinsmann seinen Rücktritt via Facebook bekannt, später gerieten interne Aufzeichnungen des ehemaligen Bundestrainers an die Öffentlichkeit. Und dann veröffentlichte Stürmer Salomon Kalou auch noch ein Video aus der Kabine, in dem er die Hygieneregeln der DFL missachtete – der Angreifer wurde daraufhin suspendiert.

Während Kalou also keine Rolle mehr spielt, präsentieren sich zwei andere Angreifer stark in Form. Der 35-jährige Vedad Ibisevic traf in den drei Spielen unter Labbadia zwei Mal, Winter-Neuzugang Matheus Cunha zeigte sich bereits vor der Saison-Unterbrechung gut aufgelegt. Der Brasilianer erzielte in den jüngsten fünf Spielen vier Treffer. Auch dank der Tore der beiden Offensivmänner ist die Hertha in der Tabelle zuletzt nach oben geklettert. Mit aktuell 35 Punkten ist der Klassenerhalt nur noch Formsache, Platz sieben (der zur Qualifikation für die Europa League reichen könnte) ist plötzlich nur noch vier Zähler entfernt.

Labbadia drohen die Linksverteidiger auszugehen

Mit einem solchen Start hätte Labbadia selbst nicht gerechnet. "Das konnte man nicht erwarten, dass wir unseren Fußball schon so durchbekommen", betont der frühere Bundesliga-Stürmer. "Ich bin sehr zufrieden, wie wir Fußball spielen und wie wir als Mannschaft das Spiel gestalten." Am Samstag muss er seine Startelf womöglich umbauen. Mit Marvin Plattenhardt (Verdacht auf leichte Gehirnerschütterung) und Mittelstädt (Pferdekuss) drohen gleich zwei Linksverteidiger gegen den FCA auszufallen.

Labbadia stellt jedoch ohnehin das Kollektiv in den Vordergrund. "Der Schlüssel ist, dass die Mannschaft verstanden hat, dass sie gemeinsam arbeiten muss", erklärt Herthas Trainer. "Wenn man auf die Tabelle schaut, weiß man, wie wichtig die sieben Punkte waren. Wir hoffen, dass wir so weitermachen können."

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