Bremen im Check: Neuer Schwung dank Rückkehrer
Wechselhafter Saisonstart
Am Samstag, 19. September, steht für den FC Augsburg die nächste Auswärtsaufgabe an: Um 15.30 Uhr sind die Fuggerstädter im Weserstadion bei Werder Bremen gefordert. Nach einem wechselhaften Saisonstart ruhen die Hoffnungen in der Hansestadt auf altbekannten Schultern.
Bei Werder Bremen soll nach einer schwierigen letzten Spielzeit wieder mehr Ruhe einkehren. Die Grün-Weißen beendeten die Saison lediglich auf Rang 15. Trainer Daniel Thioune, der Bremen in einer heiklen Phase übernahm und das Team stabilisierte, soll die Mannschaft nun wieder in ruhigere Fahrwasser führen.
Der Start in die neue Saison verlief für Werder bislang jedoch wechselhaft. Zum Bundesliga-Auftakt setzte es eine deutliche 1:4-Niederlage beim SC Freiburg, gefolgt von einer überzeugenden Reaktion durch einen 3:1-Heimsieg gegen den Champions League-Teilnehmer aus Leipzig. Zuletzt trennte sich die Thioune-Elf 1:1 vom 1. FC Köln.
Emotionale Comebacks an der Weser
Für besondere Euphorie sorgte im Sommer die Rückkehr von Niclas Füllkrug. Der Publikumsliebling kehrte auf Leihbasis vom Premier-League-Absteiger West Ham United an die Weser zurück und schlägt damit bereits sein drittes Kapitel bei seinem Jugendverein auf – jenem Klub, bei dem er einst auch zum Nationalspieler reifte. Der Angreifer ließ nach seiner Rückkehr direkt Taten folgen: Im DFB-Pokal traf Füllkrug gleich in seinem ersten Spiel, anschließend war er auch in der Bundesliga gegen Leipzig und Köln jeweils erfolgreich.
Entsprechend groß war die Freude beim 33-Jährigen: „Ich bin zur Kurve gelaufen und habe gerufen: ,Wie geht das?! Wie geht das?! Dass ich dieses Trikot anziehe und wieder treffe, wie ich will. Das ist Wahnsinn.‘“ Auch Daniel Thioune unterstreicht die Bedeutung seines Schützlings: „Es ist zu sehen, dass er als Führungsspieler vorangeht“, sagt der Cheftrainer, der Füllkrug sogar als „Lokomotive, die uns zieht“ bezeichnet.
Neben der Rückkehr von Füllkrug durften sich die Fans des Traditionsvereins über ein weiteres emotionales Comeback freuen: Mitchell Weiser stand nach 14-monatiger Verletzungspause im Auswärtsspiel beim 1. FC Köln erstmals wieder auf dem Platz. Der 233-malige Bundesligaspieler zeigte sich im Anschluss sichtlich bewegt: „Diese zehn Minuten Spielzeit waren unfassbar schön.“ Auch Füllkrug reagierte emotional: „Ich musste mitweinen, als ich mit ihm vor der Kurve stand, denn ich kenne das ja leider selbst alles.“
Der Blick auf den direkten Vergleich spricht leicht für den FCA: Von bislang 32 Duellen gewann Augsburg 14, fünf Begegnungen endeten unentschieden und 13 Mal behielt Werder Bremen die Oberhand. Zudem feierte der FCA beim bislang letzten Gastspiel in der Hansestadt einen 3:1-Erfolg.
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