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U15: Auf den Spuren der Vorgänger

Starke Hallenserie führte bis zur Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft

Nachwuchs 05.05.2020, 11:32

Die U15 des FC Augsburg spielte in der Winterpause eine starke Hallenserie und triumphierte bei Turnieren in Fischach, Würzburg, Magdeburg und Gundelfingen. Zuletzt sicherte sie sich den Titel bei der Süddeutschen Hallenmeisterschaft - doch die Möglichkeit nach dem ganz großen Triumph blieb den Fuggerstädtern letztlich durch die aktuelle COVID-19-Pandemie verwehrt.

Als der Titelgewinn bei der Süddeutschen Hallenmeisterschaft perfekt war, konnte sich die Mannschaft von Trainer Felix Neumeyer nur bedingt freuen. „Die Stimmung war da schon ein bisschen gedrückt, denn das Thema Corona war bereits allgegenwärtig“, erinnert sich Neumeyer. Bis dahin hatte die U15 eine überragende Hallensaison gespielt: Die Turniere in Fischach, Würzburg und Magdeburg hatte der FCA-Nachwuchs gewonnen, ebenso wie die Bayerische Hallenmeisterschaft Anfang Februar in Gundelfingen, für die er gesetzt gewesen war.

In Gundelfingen lagen die Neumeyer-Schützlinge in den ersten beiden Gruppenspielen jeweils zurück, konnten die Partie aber noch zu ihren Gunsten drehen. Auch wenn diese Gegner in tieferen Ligen spielen als die Fuggerstädter, war für den FCA-Nachwuchs klar, dass in der Halle alles möglich ist.

Fuggerstädter zeigen ihre Qualitäten im Neun-Meter-Schießen

Im Laufe des Turniers fanden die Rot-Grün-Weißen schließlich ihren Rhythmus und zogen ins Halbfinale gegen den 1. FC Nürnberg ein, das trotz klarer Dominanz des FCA-Nachwuchses ins Neun-Meter-Schießen ging. „Da braucht man unter anderem Coolness, Überzeugung und natürlich auch sehr gute Schützen“, berichtet Neumeyer, der schließlich all das auf seiner Seite hatte und mit seiner Mannschaft das Finale erreichte. Dort wartete der SSV Jahn Regensburg, der jedoch keine größeren Probleme bereitete: „Das war ein super Spiel von uns. Wir hatten viel Ballbesitz und haben verdient gewonnen“, so Neumeyer. Dabei lagen die Fuggerstädter schnell 2:0 in Führung, mussten nach dem Anschlusstreffer aber nicht mehr zittern. Letztlich durften sie sich über den Titelgewinn freuen, der gleichzeitig die Qualifikation für die Süddeutsche Hallenmeisterschaft bedeutete.

Knapp einen Monat später reiste die U15 nach Freiburg, um sich den Titel auf süddeutscher Ebene zu sichern. Und das Turnier begann vielversprechend: In der Gruppenphase gab es direkt zwei klare 5:0-Siege gegen den FC Gießen und den SV Kuppenheim. „Wir haben in den beiden Gruppenspielen keinen Zweifel aufkommen lassen und waren sehr effektiv, weil wir wussten, wie schwer die Bayerische Hallenmeisterschaft schon war.  Unsere Mission Turniersieg ging die Mannschaft von Anfang voll konzentriert an“, blickt Neumeyer zurück. Im Halbfinale agierte der Gegner aus Pflugfelden sehr defensiv und stellte sich sehr tief vor das eigene Tor, doch auch diese Taktik brachte keinen Erfolg gegen die Fuggerstädter. „Wir haben uns geduldig Chance um Chance herausgespielt und dann auch gegen das Abwehrbollwerk zwei Tore geschossen“, so Neumeyer.

Die Titeljagd geht weiter

Im Finale gegen den SC Sandhausen ergab sich dann plötzlich eine in diesem Turnier völlig ungewohnte Situation für den FCA-Nachwuchs: Er ging in Rückstand. Neumeyer vertraute jedoch seiner Mannschaft und zog nicht zuletzt Hoffnung aus der Tatsache, dass die Spielzeit bei diesem Turnier mit 18 Minuten verhältnismäßig lang war und so genügend Zeit für ein eigenes Tor bot. „Wir waren auch nach dem Gegentor überzeugt davon, dass wir das gewinnen“, bestätigt der Trainer und berichtet: „Wir hatten das Spiel bis dahin in der Hand. Unser Selbstvertrauen hat sich dann auch ausgezahlt.“ Tatsächlich erzielte seine Mannschaft noch drei Tore und krönte sich mit dem 3:1 zum Süddeutschen Hallenmeister.

Der Fahrplan war nun klar: Der Titelgewinn sicherte den Fuggerstädtern die Teilnahme an der Deutschen Hallenmeisterschaft, die wenige Wochen später in Gevelsberg stattfinden sollte. Bereits 2016 hatte sich die damalige U15 unter dem heutigen U17-Trainer Andi Haidl die nationale Krone aufgesetzt, die Fußstapfen der Vorgänger war groß. Und die Lust, hineinzutreten, ebenso.

Der starken Hallenserie wird die Krönung verwehrt

Doch es kam anders. In der Folge setzte sich die Ausbreitung der COVID-19-Pandemie weiter fort, sodass das Turnier in Gevelsberg abgesagt wurde. „Es ist schade, dass es nicht stattfinden konnte. Aufgrund der aktuellen Umstände ist dies aber alternativlos und unbedeutend“, sagt Neumeyer, für den aber auch klar ist: „Wir hätten uns was ausgerechnet und waren alle hochmotiviert.“

Stattdessen blieb nur der stolze Rückblick auf die Hallenserie, in der die U15 neben den Titelgewinnen auch starke Leistungen bei den restlichen Turnieren in Passau (Halbfinale), in Blumberg (Viertelfinale) und Coburg (Finale) zeigte – und das parallel zur Vorbereitung auf dem Rasen. Am Tag nach dem Titelgewinn bei der Süddeutschen Meisterschaft etwa absolvierten die Fuggerstädter direkt das nächste Testspiel. „Die konstant hohen Leistungen über den Winter hinweg und die daraus resultierenden Ergebnisse waren für die Spieler eine wichtige Erfahrung“, resümiert Neumeyer. „Von dieser Motivation können die Spieler in der jetzigen Situation auch noch ein wenig zehren.“

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