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Titel, Tore und Triumphe: Hallers Zeit beim FC Bologna

Verein 02.08.2019, 10:08
Am Samstag, 3. August, (15.30 Uhr) trifft der FC Augsburg im Rahmen der Saisoneröffnung auf den FC Bologna. Die Generalprobe gegen den italienischen Erstligisten steht im Zeichen Helmut Hallers - der bei den Tifosi Heldenstatus genießt. Die Superlative für Helmut Haller kannten in Italien keine Grenzen. Er spiele "wie im Himmel", schrieben die Zeitungen. "Il Ragazzo d'Oro", den Goldjungen, tauften die Anhänger des AC Bologna (mittlerweile FC Bologna) den torgefährlichen Mittelfeldmann aufgrund seiner herausragenden Ballbehandlung. Für viele war der bodenständige Haller allerdings einfach nur "il Biondo", der Blonde. 1962 war der gebürtige Augsburger vom BCA für ein Handgeld von 300.000 Mark über den Brenner zum AC Bologna gewechselt. Ein ungewöhnlicher und mutiger Schritt, denn zu dieser Zeit verdienten deutsche Fußballer ihr Geld vor allem in der Heimat.

Scudetto, Fußballer des Jahres, Papst-Audienz

In Norditalien eroberte Haller die Herzen der Tifosi im Sturm. Spätestens als er Bologna in seiner zweiten Saison zum einzigen Meistertitel der Nachkriegszeit führte, machte er sich bei den Anhängern der Rossoblu unsterblich. Noch im gleichen Jahr wurde "il Biondo" als erster Ausländer zu Italiens "Fußballer des Jahres" bestimmt, er erhielt daraufhin sogar eine Audienz beim Papst - die größte Auszeichnung für einen Sportler in Italien. [su_quote cite="Giovanni Trapattoni"]Helmut war einer der wenigen Spieler, die ich in meiner Karriere nie richtig in den Griff bekommen habe.[/su_quote] "In Italien bin ich noch heute bekannter als in Deutschland", sagte Haller lange nach seiner Karriere. Und Giovanni Trapattoni, beim AC Mailand damals einer der besten Verteidiger seiner Zeit, adelte den Augsburger: "Helmut war einer der wenigen Spieler, die ich in meiner Karriere nie richtig in den Griff bekommen habe."

58 Tore in 208 Spielen für Bologna

Für Bologna absolvierte Haller insgesamt 208 Spiele, dabei gelangen ihm 58 Tore. Nach vier Jahren zog er weiter zu Juventus Turin, wo er zweimal den Scudetto gewann. In Bologna haben sie ihren Helden von damals bis heute nicht vergessen. "Auf Wiedersehen, Champion", schrieb der Klub vor sieben Jahren auf seiner Website in einem Nachruf. "Wir haben ein Familienmitglied verloren."
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Helmut Haller