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Remember Europa League Teil 6

Profis 10.12.2016, 13:48
Der 10. Dezember 2015 ging in die FCA-Vereinsgeschichte als das „Wunder von Belgrad“ ein. Beim FK Partizan musste der FC Augsburg im abschließenden Gruppenspiel der Europa League mindestens drei Tore schießen, um den Einzug in die Zwischenrunde zu schaffen. Präsident Klaus Hofmann erinnert sich an diesen Tag. Die Teilnahme an der Europa League in der Saison 2015/16 war der größte Erfolg in der über 100-jährigen Vereinsgeschichte. Ein Jahr danach lässt der FC Augsburg bekannte Persönlichkeiten des Vereinslebens ihre Geschichten rund um die acht Partien erzählen.   „Nach der ärgerlichen Heimniederlage gegen Bilbao war klar, dass wir drei Tore erzielen mussten, um am Ende in der Tabelle vor Partizan zu landen. Ein Gegentreffer war zwar erlaubt, aber es schien beinahe aussichtslos, in Belgrad drei Treffer zu machen. Trotzdem reiste unser Team mit viel Mut und einem guten Gefühl nach Serbien, denn kampflos aufgeben wollte sich niemand! Ich selbst bin an diesem Tag erst aus Amerika wiederkommen, da ich geschäftlich in den USA war, und daher nicht mit nach Belgrad gereist wie bei den vorherigen Partien. Stattdessen bin ich zu einer Weihnachtsfeier meiner Niederlassung von Minimax nach Aschheim gefahren. In der Gaststätte hatte ich nur ganz schlechten Handyempfang, weshalb ich erst einmal alle fünf bis zehn Minuten vor die Tür gegangen bin, um mich über den Spielstand zu informieren. Nach dem 0:1-Rückstand wurden die Zyklen, in denen ich die Gaststätte verließ, immer kürzer. Als wir dann endlich 2:1 in Führung lagen, hielt es mich vor Spannung kaum noch im Saal und ich war beinahe jede Minute draußen, um auf dem Laufenden zu bleiben. In den letzten zehn Minuten stand ich dann vor der Gaststätte und konnte meinen Ohren kaum trauen, als der dritte Treffer fiel. Es war kurz vor 23.00 Uhr und ich lief nun schreiend und jubelnd durch Aschheim und konnte es immer noch kaum fassen, das unsere Mannschaft tatsächlich das Wunder vollbracht hatte und bei der aufgeheizten Stimmung in Belgrad wirklich drei Tore erzielte und damit den Einzug in die KO-Runde klar gemacht hatte. Und auch wenn ich persönlich nicht mit dabei sein konnte, war ich in diesem Moment wirklich unfassbar stolz auf das ganze Team. Denn dass der kleine FC Augsburg tatsächlich die Gruppenphase überstehen würde, damit hatten wohl nur die wenigsten Experten gerechnet. Der einzige Wermutstropfen ist die schlimme Verletzung, die sich Jan-Ingwer Callsen-Bracker bei einem üblen Foul seines Gegenspielers zugezogen hatte. Leider ist er auch ein Jahr nach dem Spiel noch nicht wieder einsatzfähig. Aber er ist positiv gestimmt und arbeitet intensiv in der Reha.“ Klaus Hofmann verfolgte den FC Augsburg bereits als Kind im Rosenaustadion und wurde im Dezember 2012 in den Aufsichtsrat des Vereins gewählt. Zwei Jahre später übernahm er den Posten des Präsidenten und lenkt seitdem die Geschicke des Vereins. Gleichzeitig ist der Unternehmer  Vorstandsvorsitzender und Miteigner des Brandschutzspezialisten Minimax Viking AG.