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Heidenheim im Check: Relegations-Remis zerstören Aufstiegsträume

Großer Umbruch auf der Ostalb

Profis 07.10.2020, 12:00

In der Länderspielpause testet der FC Augsburg am Freitag, 9. Oktober, um 14.30 Uhr gegen den 1. FC Heidenheim. Der Aufstieg war für den FCH in der vergangenen Saison zum Greifen nah. Doch die Sensation blieb aus und das Team startete nun unter neuen Voraussetzungen in ein weiteres Jahr zweite Liga.

Zweimal Unentschieden aus zwei Relegationsspielen – damit zerplatzten die Aufstiegsträume der Heidenheimer in der vergangenen Saison. Nach einem 0:0 im Weserstadion setzte sich der SV Werder Bremen dank der Auswärtstor-Regel in der Voith-Arena beim 2:2 im Rückspiel knapp durch und entschied so über die nahe Heidenheimer Zukunft. Da half es auch nicht, dass der FCH mit 55 Punkten sein Rekordjahr aus der Saison 2018/19, in der besagte Punktzahl „nur“ zu Platz fünf gereicht hatte, wiederholt hatte.

Auf den verpassten Aufstieg folgte der große Umbruch. Leistungsträger haben den Verein aus der Ostalb verlassen, junge Spieler stießen zum Kader dazu. Mit Niklas Dorsch (KAA Gent) und Sebastian Griesbeck (1. FC Union Berlin) verlor Heidenheim seine erfolgreiche Doppelsechs. Auch Tim Kleindienst (KAA Gent), der Toptorschütze der vergangenen Saison (14 Treffer), spielt nicht mehr für den FCH. Dazu kamen noch die Abgänge von Linksverteidiger Arne Feick (Würzburger Kickers), Robert Strauß (Karriereende), Timo Beermann und Maurice Multhaup (beide VfL Osnabrück).

Viele neue Gesichter

Dafür wechselte der 22-jährige Dzenis Burnic von Dortmund nach Heidenheim – er soll die Abgänge von Dorsch und Griesbeck im Mittelfeld kompensieren. Unterstützt wird er hierbei von Andreas Geipl, der ablösefrei vom Liga-Konkurrenten SSV Jahn Regensburg kam.

In der Offensive sollen die beiden Leistungsträger vom Drittligisten 1. FC Kaiserslautern Florian Pick und Christian Kühlwetter sowie David Otto, Leihspieler von der TSG 1899 Hoffenheim, den Abgang von Tim Kleindienst ausgleichen. Vervollständigt wird das Team von den Leih-Rückkehrern Patrick Schmidt (Dynamo Dresden), Merveille Biankadi (Eintracht Braunschweig) und Oliver Steurer (Preußen Münster).

An der Seitenlinie der Heidenheimer steht altbewährt Cheftrainer Frank Schmidt. Der Giengener geht mittlerweile in seine 14. Saison in Serie und genießt damit seit Jahren das vollste Vertrauen des Vereins.

Bescheidene Ziele

Trotz des Erfolgs in der vergangenen Spielzeit setzt man in Heidenheim nicht auf utopische Ziele. Vieles hängt davon ab, wie gut und vor allem wie schnell sich die Neuzugänge ins Team integrieren. Erfahrene Spieler wie Marc Schnatterer oder Norman Theuerkauf sollen dabei helfen. Die Saisonvorbereitung mit vier Siegen aus fünf Spielen ließ positiv nach vorne blicken, dass der Umbruch gemeistert werden und auch in der Saison 20/21 eine gute Platzierung erreicht werden kann.

Der Pflichtspielstart lief dennoch eher durchwachsen. Nach dem Pokal-Aus gegen den SV Wehen Wiesbaden (0:1) in der ersten Runde befindet sich Heidenheim mit Platz 11 im Tabellenmittelfeld der 2. Bundesliga. Ein Sieg (2:0 gegen Eintracht Braunschweig), ein Unentschieden (0:0 gegen den SC Paderborn) und eine Niederlage (2:4 gegen St. Pauli) lautet die Bilanz nach Spieltag drei. Nach ihrem Test gegen den FC Augsburg geht es für die Baden-Württemberger zum FC Erzgebirge Aue.

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