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FCA unterliegt in Unterzahl beim SV Werder Bremen

Profis 01.09.2019, 20:31
Beim SV Werder Bremen unterlagen die Augsburger am Sonntagnachmittag 2:3 (1:2). Nach einer gelb-roten Karte gegen Stephan Lichtsteiner agierte der FCA lange in Unterzahl und musste trotz starker Schlussphase die Rückreise ohne Punkte antreten. Nur vier Tage nach seinem Wechsel vom VfL Wolfsburg an den Lech schenkte Cheftrainer Martin Schmidt Neuzugang Felix Uduokhai das Vertrauen und beorderte ihn in die Startelf. Nach zuletzt zwei Einsätzen von der Bank aus stand auch Marco Richter erstmals in der noch jungen Bundesliga-Saison in der Anfangsformation. Erstmals in den neuen schwarzen Trikots legte der FC Augsburg von Beginn an den Vorwärtsgang ein und spielte munter nach vorne. Mit starkem Pressing hielten sie die Bremer in der Anfangsphase der Partie in der eigenen Hälfte, ohne allerdings zu einem nennenswerten Abschluss zu kommen. Auf der anderen Seite ging es allerdings ganz schnell: Nach einem Ballgewinn am eigenen Strafraum fand Niclas Füllkrug Yuya Osako, der sich auf und davon machte und im Eins-gegen-Eins gegen Tomáš Koubek die 1:0-Führung für die Hausherren erzielte. Der FCA zeigte sich vom Rückstand unbeeindruckt und suchte weiterhin den Weg nach vorne. In der 10. Minute scheiterte Ruben Vargas zunächst an Jiri Pavlenka, doch nur zwei Zeigerumdrehungen später durfte der Augsburger schließlich jubeln: Nach einer Flanke von Stephan Lichtsteiner sprang Vargas am höchsten und erzielte per Kopf den Ausgleich - der zweite Bundesliga-Treffer für den jungen Schweizer im dritten Spiel.

Nackenschläge vor der Halbzeitpause

Beide Mannschaften schenkten sich nichts und gingen aggressiv in die Zweikämpfe. Spielerisch hatte nun der Gastgeber die Oberhand und war erneut nach einem langen Ball erfolgreich: Nuri Sahin fand Joshua Sargent im Strafraum, der den Ball über den hinauseilenden Koubek lupfte, um anschließend selbst einzuschieben (21.). Nach Überprüfung durch den Videobeweis, ob der Ball zuvor im Aus gewesen war, entschied Schiedsrichter Sören Storks auf reguläres Tor - eine heikle Entscheidung. Der FCA verlor nun ein wenig den Faden und musste einen weiteren Nackenschlag hinnehmen. Nach seinem zweiten Foul sah Neuzugang Lichtsteiner bereits in der 34. Minute die Ampelkarte, so dass die Augsburger nur noch zu zehnt agieren konnten und mit dem 1:2-Rückstand in die Pause gingen. FCA-Trainer Martin Schmidt schien in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Fuggerstädter erwischten nach dem Seitenwechsel einen Traumstart. Richter eroberte am eigenen Sechzehner den Ball, fand mit einem langen Pass Florian Niederlechner, der von rechts in den Strafraum eindrang und zu Vargas querlegte, der anschließend nur noch zum 2:2 einschieben musste - es waren erst 52 Sekunden gespielt.

Osako trifft zum 3:2 - Niederlechner scheitert am Pfosten

Der FCA zeigte nun viel Kampf und Leidenschaft, hatte aber mit der personellen Überzahl der Bremer zu kämpfen, die den Ball in ihren eigenen Reihen laufen ließen. So kam es wie es kommen musste: Marco Friedl kam auf der rechten Seite an den Ball und flankte in den Strafraum, wo Yuya Osako per Volley aus rund zehn Metern zur Führung der Gastgeber traf (67.). Die Augsburger gaben sich trotz des Rückschlags aber noch nicht geschlagen und mobilisierten alle Reserven für die Schlussphase. Zudem brachte Martin Schmidt mit Alfred Finnbogason einen frischen Angreifer in die Partie. Der Isländer stand kurz nach seiner Einwechslung bereits im Mittelpunkt, als er nach einer Flanke von Philipp Max freistehend über das Tor köpfte (75.). Noch näher dran am Ausgleich war Niederlechner wenige Minuten später, doch er traf nur den Pfosten (82.). Augsburg war jetzt am Drücker und scheiterte in Person von Max per Freistoß an Pavlenka (85.). Die Drangphase sollte sich am Ende jedoch nicht mehr auszahlen, der FCA musste sich nach einer leidenschaftlichen zweiten Hälfte geschlagen geben. Weiter geht es in der Bundesliga für den FCA nach der Länderspielpause am Sonntag, 14. September, (15.30 Uhr) zu Hause gegen Eintracht Frankfurt.
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SV Werder Bremen