Gegentor in der Nachspielzeit
Am 25. Spieltag der Bundesliga schien der FC Augsburg beim Tabellenfünften aus Leipzig lange auf dem Weg zu einem verdienten Punkt, musste in der Nachspielzeit aber doch noch das bittere 1:2 hinnehmen.
Nach dem 2:0-Heimsieg gegen Köln veränderte Manuel Baum seine Startelf auf zwei Positionen: Der zuletzt formstarke Alexis Claude-Maurice fehlte aus privaten Gründen, dafür kehrte Dimitris Giannoulis nach überstandenen Achillessehnenproblemen zurück. In der Innenverteidigung ersetzte Arthur Chaves den gelbgesperrten Cédric Zesiger.
Mit drei Siegen in Folge reiste der FCA selbstbewusst in die sächsische Landeshauptstadt – obwohl die vergangenen sechs Gastspiele in Leipzig allesamt verloren gingen. Die Hausherren übernahmen früh die Kontrolle: Nach einer Freistoßvariante kam Christoph Baumgartner zum Abschluss, sein Schuss strich rechts am Tor vorbei (6.). Die Baum-Elf hielt jedoch voll dagegen und setzte immer wieder Nadelstiche im Umschaltspiel. In der 22. Minute bot sich die große Chance zur Führung: Ein Schuss von Mert Kömür prallte an den Ellenbogen von Baumgartner, nach VAR-Eingriff entschied Schiedsrichter Martin Petersen auf Elfmeter. Keven Schlotterbeck scheiterte aber am stark reagierenden Maarten Vandevoordt.
Auf der Gegenseite prüfte Yan Diomande FCA-Torwart Finn Dahmen, der glänzend parierte (29.). In der 39. Minute belohnte sich die Baum-Elf dann doch: Giannoulis schickte Fabian Rieder steil, der die Übersicht behielt und auf Robin Fellhauer zurücklegte. Der 28-Jährige traf mit links zum 1:0 – der Pausenstand vor 43.563 Zuschauern.
Relive: RasenBallsport Leipzig - FC Augsburg
Die zweite Halbzeit begann turbulent. Rieder hatte zunächst eine Doppelchance, die wegen Abseits zurückgepfiffen wurde (50.). Kurz darauf scheiterte Baumgartner freistehend an Dahmen (51.). In der 60. Minute dann der nächste starke Angriff der Rot-Grün-Weißen: Erst scheiterte Giannoulis an Vandevoordt, dann fand auch der zur Halbzeit eingewechselte Anton Kade im Leipziger Keeper seinen Meister.
Der Gastgeber erhöhte nun den Druck. In der 67. Minute köpfte Castello Lukeba an den Außenpfosten, kurz darauf wurde ein Schuss von Diomande ans Außennetz abgefälscht. Dahmen rückte immer mehr in den Mittelpunkt und parierte stark gegen Romulo (73.). In der 76. Minute fiel dann der Ausgleich: Diomande zog mit Tempo in den Strafraum, setzte sich trotz enger Bewachung von Schlotterbeck durch und überwand Dahmen aus rund zehn Metern mit links zum 1:1.
In Minute 83 hatte der FCA Pech, als Ribeiro nach starkem Zuspiel von Rieder Vandevoordt überlupfte, der Ball aber nur an den Innenpfosten klatschte. Kurz darauf feierte Eigengewächs Tim Schnitzer sein Bundesliga-Debüt (84.), ehe Dahmen erneut gegen Conrad Harder parierte (86.). Alles deutete auf einen Punktgewinn hin, doch in der Nachspielzeit folgte der Nackenschlag: Nach einer Flanke von David Raum wehrte Dahmen den Ball zwar ab, der Abpraller prallte jedoch unglücklich von der Brust von Arthur Chaves ins eigene Netz – das 1:2 aus FCA-Sicht (90.+2). Fast hätte Dahmen in der letzten Aktion selbst noch für die Sensation gesorgt: Bei einem Augsburger Eckball stürmte er mit nach vorne, konnte seinen Kopfball aber nicht mehr aufs Tor bringen.
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Am kommenden Spieltag wartet das nächste Auswärtsspiel auf den FCA: Am Samstag, 14. März, (15.30 Uhr) sind die Rot-Grün-Weißen bei Borussia Dortmund zu Gast.