Hertha im Check: Historischer Start der alten Dame
Sechs Spiele, sechs Siege
Während der XXL-Länderspielpause steht für den FC Augsburg ein Testspiel auf dem Programm: Am Freitag, 2. Oktober, um 13.00 Uhr empfangen die Fuggerstädter Hertha BSC. Die Gäste aus der Hauptstadt präsentieren sich bislang in beeindruckender Form und reisen mit makelloser Bilanz an.
Die Hauptstädter sind derzeit das Team der Stunde in der 2. Bundesliga: Sechs Spiele, sechs Siege, 17:7 Tore, 18 Punkte – besser hätte der Saisonstart für Hertha BSC kaum verlaufen können. Als einziges Team der Liga sind die Blau-Weißen nach sechs Spieltagen noch ohne Punktverlust und grüßen damit von Tabellenplatz eins.
Dieser Auftakt ist nicht nur aus aktueller Sicht beeindruckend, sondern auch historisch: Zum ersten Mal in 59 Jahren Profifußball gewann Hertha BSC die ersten sechs Saisonspiele. Ligaweit war ein derartiger Start in der 2. Bundesliga zuvor überhaupt nur Bayer 04 Leverkusen 1978/79 und Hannover 96 1986/87 gelungen. Beide Klubs stiegen am Ende der Saison als Meister in die Bundesliga auf.
Großer Umbruch im Sommer
Ein derart starker Saisonstart der Berliner war im Sommer nicht unbedingt zu erwarten. Schließlich musste die Hertha vor der Saison einige schmerzhafte Abgänge verkraften. Unter anderem verließen Toptalent Kennet Eichhorn, Kapitän Fabian Reese und Torhüter Tjark Ernst den Verein. Mit Marten Winkler und Michaël Cuisance gingen zudem zwei weitere wichtige Stammkräfte.
Entsprechend zurückhaltend waren die Erwartungen im Umfeld des Vereins. Nicht wenige hatten nach den personellen Veränderungen sogar eine ähnlich schwierige Saison wie im Vorjahr befürchtet, als die alte Dame hinter den eigenen Ansprüchen zurückblieb und die Spielzeit lediglich auf Rang sieben abschloss.
Dass es in der Hauptstadt aktuell so gut läuft, ist vor allem der starken Offensive zu verdanken: Mit 17 Treffern stellen die Berliner nicht nur den besten Angriff der Liga, sondern zugleich einen neuen Vereinsrekord nach sechs Spieltagen im Profifußball auf. Zum Vergleich: In der vergangenen Saison hatte die Hertha zum selben Zeitpunkt erst vier Tore erzielt. Besonders treffsicher präsentieren sich derzeit Kapitän Josip Brekalo, der bereits vier Mal erfolgreich war, sowie Neuzugang Oluwaseun Adewumi und Jón Dagur Thorsteinsson mit jeweils drei Treffern. Letzterer schnürte beim jüngsten 2:1-Auswärtssieg bei Dynamo Dresden sogar einen Doppelpack.
Für den FCA ist das Duell am Freitag zudem ein Wiedersehen mit Mads Pedersen, der im Sommer an die Spree gewechselt ist. Ein Blick auf die Bilanz spricht für die Hertha: Von den bisherigen 24 Duellen gewannen die Berliner elf, zehn Partien endeten unentschieden und drei Mal ging der FCA als Sieger vom Platz.
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