Erinnerungsarbeit
Der FC Augsburg versteht Erinnerungsarbeit nicht nur als Blick in die Vergangenheit. Sie bedeutet Verantwortung für die Gegenwart. Unter dem Leitmotiv „Begegnungen schaffen und Haltung zeigen“ setzt sich der FCA gemeinsam mit verschiedenen Partnern dafür ein, Geschichte sichtbar zu machen, persönliche Schicksale zu bewahren und Räume für Begegnung, Dialog und historisches Lernen zu schaffen.
Mit Gedenkstättenfahrten, Ausstellungen, Vorträgen und weiteren Bildungsangeboten richtet sich die Erinnerungsarbeit an die gesamte FCA-Familie. Gleichzeitig geht es darum, sich mit Antisemitismus und Diskriminierung auseinanderzusetzen und Haltung für unsere Demokratie und ein friedliches Zusammenleben zu zeigen.
Die aktive Erinnerungsarbeit ist Teil des FCA-Nachhaltigkeitsengagements unter dem Motto „Brücken bauen. Menschen bewegen. Umwelt schützen.“
Ausstellung: "Aufgestellt und ausgegrenzt"
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert gehörten Jüdinnen und Juden selbstverständlich zum gesellschaftlichen und sportlichen Leben in Schwaben. Ab der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurden sie aus ihren Vereinen ausgeschlossen – nur wenige Orte boten ihnen noch Zuflucht.
Die Ausstellung, die das Jüdische Museum Augsburg Schwaben gemeinsam mit dem FC Augsburg und Studierenden der Universität Augsburg entwickelt hat, stellt die Lebenswege jüdischer Sportler*innen aus Schwaben vor. Im 19. und 20 Jahrhundert waren Jüdinnen und Juden vielerorts ein selbstverständlicher Teil des gesellschaftlichen und sportlichen Lebens.

Aktueller Ausstellungsort:
Viermetzhof im Maximilianmuseum
Fuggerplatz 1, 86150 Augsburg
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 – 17 Uhr
Eintritt frei
Ausstellungsort barrierefrei zugänglich.
Die Ausstellung wird unterstützt durch den „Pool zur Förderung innovativer Fußball- und Fankultur“ (PFiFF) des Bundesliga e.V. und den Verein der Freunde und Förderer des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben e.V.
Biographien jüdischer Mitglieder
Unter dem Motto „Niemals vergessen!“ rief das Deutsche Fußballmuseum das „Online-Lexikon verfolgter jüdischer Fußballer“ ins Leben. Es würdigt die sportlichen Leistungen und Lebensgeschichten jüdischer Fußballer und setzt zugleich ein Zeichen für einen vielfältigen, weltoffenen und toleranten Fußball. Als zentraler virtueller Gedenkort des deutschen Fußballs bereitet das Lexikon ihre Biographien zeitgemäß und multimedial auf und macht sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.
Auch der FC Augsburg beteiligte sich an dem Projekt. Mit den Biographien von Isidor Einstoß, Max Einstoß und Henry Landman, der als Jugendlicher Mitglied des FCA-Vorgängervereins SSV Schwaben Augsburg war, leistete der Verein einen Beitrag zur Aufarbeitung und Bewahrung dieser Lebensgeschichten. Die Biographien werden fortlaufend ergänzt und aktualisiert, sobald neue Erkenntnisse und Quellen vorliegen.



Henry Landman (geb. Heinz Landmann)
- Geboren
- 12. Juni 1920 in Augsburg
- Gestorben
- 29. Dezember 2014 in New York
Brücken bauen. Menschen bewegen. Umwelt schützen.
„Brücken bauen. Menschen bewegen. Umwelt schützen.“ – unter diesem Motto bündelt der FC Augsburg sein vielfältiges Engagement für eine nachhaltige Gesellschaft. Wesentliche Leitlinie für das Handeln ist dabei Nachhaltigkeit in allen ihren Dimensionen – ökologisch, ökonomisch und sozial – und mit den beiden Wirkbereichen „Nachhaltigkeit im Fußball“ und „Nachhaltigkeit durch Fußball“. Der Verein entwickelt Projekte in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz, Bewegung und Bildung sowie soziales Engagement, um die verbindende Kraft des Fußballs zu nutzen und Brücken zu bauen – aus dem Verein in die Gesellschaft. Weitere Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie
Helfen Sie uns bei der Spurensuche
Sie haben Informationen zu ehemaligen Mitgliedern des BC Augsburg oder des SSV Schwaben Augsburg aus den 1920er- und 1930er-Jahren? Sie besitzen Vereinsdokumente, Fotografien, Briefe, Zeitungsausschnitte oder anderes historisches Quellenmaterial?
Dann freuen wir uns über Ihre Hinweise. Melden Sie sich gerne unter info@fcaugsburg.de. Jeder Fund kann dabei helfen, weitere Lebensgeschichten zu rekonstruieren und Lücken in der Vereinsgeschichte zu schließen.
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