Elversberg
FC Augsburg
- Zuschauerzahl:
- 0
- Schiedsrichter:
- Florian Exner
Nach wilder Aufholjagd: FCA verliert 3:4 in Elversberg
Gouweleeuw zieht mit Baier gleich
Der FC Augsburg kassierte am 6. Bundesliga-Spieltag eine bittere 3:4-Niederlage im Saarland. In einer turbulenten Sieben-Tore-Partie beim Aufsteiger SV Elversberg reichten zwei verwandelte Elfmeter und eine späte Aufholjagd am Ende nicht mehr aus.
An der Kaiserlinde änderte Cheftrainer Manuel Baum seine Startelf im Vergleich zum 2:2 gegen den FC Bayern München auf einer Position: Nach überstandenem Infekt rückte Marius Wolf für Youngwoo Seol in die Anfangsformation. Weiterhin nicht zur Verfügung standen Noahkai Banks, Alexis Claude-Maurice und Steve Mounié, zudem war diesmal auch Sima Suso nicht dabei.
Hatte in der Vorwoche noch der FCA dank Robin Fellhauers Treffer für die Geschichtsbücher einen Blitzstart hingelegt, erwischten die Fuggerstädter diesmal einen denkbar bitteren Auftakt. Zwar klärte man zunächst eine Elversberger Flanke in den Strafraum, doch nach VAR-Prüfung entschied Schiedsrichter Florian Exner in der vierten Minute auf Handelfmeter gegen Chrislain Matsima. Finn Dahmen parierte den zentral geschossenen Strafstoß zunächst stark mit den Beinen, war beim Nachschuss des Ex-Augsburgers Lukas Petkov zum 0:1 jedoch chancenlos.
Und Elversberg blieb dran: Nur drei Minuten später schalteten die Gastgeber nach einer FCA-Ecke blitzschnell um, Maurice Krattenmacher trieb den Konter über die rechte Seite an und legte quer auf Lasse Günther – ebenfalls mit Augsburger Vergangenheit – der den Ball sehenswert ins rechte Eck zum 0:2 schlenzte.
Dann kam auch der FCA erstmals gefährlich vor das gegnerische Tor, doch die Abschlüsse von Matsima (15.) und Arijon Ibrahimović (22.) fanden nicht den Weg ins Netz. Die Baum-Elf blieb in der Folge bemüht und drückte auf den Anschluss, musste stattdessen aber in der 28. Minute den nächsten Rückschlag hinnehmen: Elversberg nutzte einen Eckball zum 3:0. Felix Keidel brachte den Standard von der linken Seite herein, Maximilian Rohr verlängerte den Ball zentral vor dem Tor per Kopf und traf ins rechte Eck.
Rieder trifft vom Punkt
In der sechsten Minute der Nachspielzeit bot sich dem FCA noch einmal die große Chance zum Anschluss: Nach einer Ecke kam Marius Wolf aus der Drehung zum Abschluss, sein abgefälschter Versuch strich knapp über das Tor. Da dabei jedoch ein mögliches Handspiel von Rohr im Raum stand, schaltete sich der VAR ein – und Schiedsrichter Exner entschied erneut auf Strafstoß. Kapitän Fabian Rieder übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher mit einem platzierten Schuss zum 1:3-Pausenstand.
Manuel Baum reagierte zur Pause mit einem Dreifachwechsel. Unter anderem kam Jeffrey Gouweleeuw ins Spiel, der mit seinem 274. Bundesliga-Einsatz für den FC Augsburg zu Daniel Baier aufschloss und damit nun gemeinsam mit ihm die meisten Spiele im deutschen Oberhaus für den FCA bestritt.
Das weitere Spielgeschehen spielte sich zunächst vor allem im Mittelfeld ab. Der FCA gewann mit zunehmender Dauer zwar mehr Spielanteile und wurde aktiver, wirklich zwingende Offensivaktionen blieben zunächst aber aus. Erst in der Schlussphase starteten die Rot-Grün-Weißen noch einmal eine Aufholjagd: In der 75. Minute gab es Elfmeter, nachdem Lukas Pinckert bei seinem Klärungsversuch nur Hennes Behrens traf. Michael Gregoritsch lief vom Punkt an und schob den Ball souverän flach links zum 2:3 ein.
Elversberg erhöht, Joker Kömür sticht
Elversberg schien jedoch die schnelle Antwort zu geben: Der kurz zuvor eingewechselte Adam wurde von Günther geschickt und traf mit seinem ersten Kontakt. Nach Überprüfung durch den VAR zählte der Treffer allerdings aufgrund einer knappen Abseitsstellung nicht. In der 86. Minute war es dann wieder der FCA, der auf einen Strafstoß hoffte, als Luca Sirch eine Flanke vor Gregoritsch an die Hand bekam. Exner schaute sich die Szene selbst noch einmal an, nahm den Elfmeter nach Ansicht der Bilder jedoch zurück.
Stattdessen schlug Elversberg wenig später auf der anderen Seite zu und stellte auf 2:4 aus Augsburger Sicht. Petkov setzte sich auf der rechten Seite des Strafraums gegen Behrens durch und legte quer auf Frederik Schmahl, der mit seinem ersten Kontakt vollendete. Der FCA reagierte aber umgehend: Behrens bediente mit seinem Zuspiel den eingewechselten Mert Kömür, der Maß nahm und den Ball präzise ins rechte untere Eck zum 3:4 setzte.
In der Schlussphase bekam dann Elversberg noch einmal einen Strafstoß zugesprochen, nachdem Noel Futkeu im Zweikampf mit Calvin Brackelmann zu Fall gekommen war. Futkeu trat selbst an, setzte den Ball jedoch nur an die Latte. Kurz darauf war Schluss – der FCA musste sich trotz einer engagierten Schlussphase 3:4 geschlagen geben.
Kommendes Wochenende empfängt der FC Augsburg den 1. FC Union Berlin in der WWK ARENA (Samstag, 24. Oktober, 15.30 Uhr).
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